1. Tag Olten - Vancouver

 2. Tag Vancouver

 3. Tag Vancouver

 4. Tag Vancouver

 5. Tag Vancouver - Whistler

 6. Tag Whistler

 7. Tag Whistler - Lillooet

 8. Tag Lillooet - Kamloops

 9. Tag Kamloops - Clearwater

10. Tag Clearwater- Jasper

11. Tag Jasper

12. Tag Jasper

13. Tag Jasper -Lake Louis

14. Tag Lake Louis

15. Tag Lake Louis - Banff

16. Tag Banff

17. Tag Banff - Fort Macleod

18. Tag Ausflug Waterton NP

19. Tag Fort Macleod- Lethbridge

20 Tag Lethbridge - Brooks

21. Tag Brooks - Drumhellerr

22. Tag Drumheller

23. Tag Drumheller - Leduc

24. Tag Ausflug Edmonton

25. Tag Leduc - Red Deer

26. Tag Red Deer - Calgary

27. Tag Calgary

28.Tag Calgary

29. Tag Calgary - Olten

 

 

 

 

 

11. Juli 2007 Olten - Vancouver


Der 11.Juli 2007 ist unser Tag: Aufbruch nach Kanadas Westen.

Morgens um 06:00 Uhr fahren wir mit dem Zug zum Flughafen Zürich. Von dort fliegen wir mit einer Boeing 737 der Fluggesellschaft Lufthansa erst mal nach Frankfurt. Wir dürfen höchstens 30 kg (pro Person) Gepäck mitnehmen, jedes weitere Kilo muss bezahlt werden. Wir sind froh, dass wir das Gepäcklimit nicht überschritten haben. Immerhin wollen wir in den nächsten vier Wochen den Westen Kanadas (Britisch Columbia und Alberta) erkunden und müssen dafür entsprechend ausgerüstet sein (Kleider und Schuhe für warmes und kaltes Wetter, Wanderschuhe, Regenschutz, Foto-Equipment u.s.w.).
Nun kommen wir an den Zoll. Wir haben gehört, dass die Kontrollen sehr streng seien, und sind deshalb auf alles gefasst. Doch wir haben uns auf diese Reise gut vorbereitet und nichts im Handgepäck, was uns Schwierigkeiten bereiten könnte.
Ich werde gefragt, ob ich einen Laptop dabeihabe und werde gebeten ihn aus zu packen, dann wird alles inklusive meiner Jacke geröntgt. Dani und ich gehen nacheinander durchs Tor und sind glücklich, dass es nicht gepiepst hat.  Aber beim Röntgen unseres Handgepäcks hat man unsere Videokamera entdeckt. Dani wird gebeten diese rauszunehmen und kurz danach lassen sie uns ziehen.
Mit 20 Minuten Verspätung fliegen wir um 09:20Uhr in Zürich los.
Nachdem wir diese erste Hürde genommen haben, kommt bei mir langsam ein kleines Hungergefühl auf, denn wir sind nun auch schon über 3 Stunden unterwegs. Dani hat wie üblich keinen Hunger.
Der Flug bis Frankfurt dauert nun etwa 1 Stunde und an Bord gibt es deshalb nur etwas zu trinken. Trotz verspätetem Abflug in Zürich landen wir pünktlich um 10:00 Uhr in Frankfurt, wo wir 3 Stunden Aufenthalt haben. Wir schauen uns kurz im Flughafen um, aber dann ist es höchste Zeit für mich, endlich was in den Magen zu bekommen.
Wir  entscheiden uns fürs Restaurant „Goethe“, denn das klingt vertrauenswürdig und es gibt dort ein paar freie Tische.
Um 12:05 Uhr gehen wir wie vorgeschrieben zum Gate, und stehen dort für etwa 15 Minuten in einer Warteschlange an, dann endlich können wir den Airbus A340,  welcher uns nach Vancouver bringen soll, betreten.
Dani und ich haben zwei Plätze nebeneinander am Fenster. Hinter uns sitzt eine ältere Frau und neben ihr ist noch ein  Platz frei. Wir fragen uns, ob sie vielleicht zwei Plätze gebucht hat, wobei sie es nicht nötig gehabt hätte. Schräg hinter uns sitzt ein  grimmig dreinschauender Mann mit langem grauem Bart und einem Turban. Wir machen uns so unsere Gedanken. Doch er bleibt nicht lange dort sitzen. Vom Flugpersonal werden gewisse Leute noch um platziert, und es wird ein freiwilliger  Fluggast gesucht, welcher seinen Platz am Gang mit jemandem, der gesundheitliche Probleme hat und in der Mitte sitzt, tauscht. Nachdem alle Gäste den geeigneten Platz haben, werden uns via Video wie üblich die Sicherheitsanweisungen erklärt und gleichzeitig fährt unsere Maschine in die Startposition.
Um 13:05  hebt der beinah vollbesetzte Airbus A340 der Fluggesellschaft Lufthansa ab.
Auf nach Vancouver.....
Der Himmel ist wie schon in Zürich bedeckt. Wir werden also nicht viel sehen. Da wir nun doch schon 7 Stunden unterwegs sind, und der Flug 10 Stunden dauert beschliessen wir  nach dem Start bis zum ersten Meal etwas zu schlafen.
Während des zehn stündigen Fluges gibt es an Bord zwei Mal Verpflegung und es werden zwei Filme gezeigt.
Mit Schrecken stelle ich fest, dass meine Bedienung für den Kopfhörer nicht funktioniert. Der Kopfhörer selbst ist i.O. Also muss ich das Ding reparieren. Dani bezweifelt natürlich, dass ich Erfolg haben werde. Doch ich bin ja MTRA und nachdem ich das Ding auseinandergenommen  und wieder zusammengesetzt habe, oh Wunder... es funktioniert. Der Flug ist gerettet. Was hätte ich nur in den 10 Stunden ohne Filmton gemacht? So verbringen wir die Flugstunden mit Essen, welches recht gut war, mit etwas lesen, schlafen und den beiden Filmen Wild West und die Eisprinzen, welcher sehr amüsant war.
Als wir wieder mal aus dem Fensterchen schauen, wir haben nun etwa die Hälfte der Reisezeit hinter uns, erblicken wir Eisschollen inmitten des tiefblauen Meeres.
Einige Zeit später fliegen wir über die Rocky Mountains, der Anblick übertrifft das vorher gesehene noch um Einiges. Es ist so, als fliege man über die Alpen, doch alles ist viel mächtiger, einfach grandios.
Die Zeit vergeht nun wortwörtlich im Fluge und mit 10 Minuten Verspätung landen wir um 14:20 Uhr (West Coast Time) in Vancouver.
Wir sind gespannt, ob auch all unser Gepäck mit uns mitgeflogen ist.
Glück gehabt unser Gepäck ist tatsächlich da.
Nun stehen wir vor dem Immigration-Officer und präsentieren ihm unsere im Flieger
ausgefüllten Einwanderungsformulare (I-94W) und Zollformulare.
Der junge Mann kontrolliert sie mit ernster Miene, stellt uns die üblichen Fragen und schon sind wir durch den Zoll.
Zuerst müssen wir schauen, wo wir unser Auto abholen können, doch zuvor besorgt Dani uns etwas zu trinken. Er kommt zurück mit zwei riesigen Bechern, mit viel Eis gekühltem Sprite, zurück. Nun wissen wir auch, dass wir am richtigen Ort, nämlich auf dem Kontinent Amerika gelandet sind.
Während wir diese riesige Portion Sprite trinken, halten wir Ausschau nach einem Shuttle-Bus, welcher uns zum Autovermieter Alamo bringt. Doch nirgends ist ein Bus zu sehen. Nach einiger Zeit entdecken wir ein Schild, welches uns den Weg zum Autovermieter weist.
Kurz darauf stehen wir vor unserem silbergrauen mit Ledersitzen ausgestatteten Ford.
Zum Auto bekommen wir Gratis eine Reiseleiterin, welche sich in einem kleinen Kästchen befindet und den Namen Gipies (GPS) trägt.
Die Dame am Schalter des Autoverleihes erklärte Dani, dass wir nur den Stecker am  Zigarettenanzünder einstecken müssen und unser Ziel eingeben sollen, was wir auch gemacht haben. Aber Gipies tut nicht was sie sollte, nämlich uns den Weg zum Ziel erklären. Wir fahren trotzdem los und versuchen den Weg zu unserem Hotel mit Hilfe der Strassenkarte zu finden. Doch die Stadt Vancouver ist riesengross und die Karten, die wir haben hilft uns nicht viel. Ich nehme die Reiseleiterin im Kästchen nochmals unter meine Fittiche und stelle fest, dass das GPS noch nicht aktiviert ist.
Entspannt lehne ich mich nun zurück, denn GPS ist jetzt bereit uns den Weg zu unserer ersten Unterkunft in Canada zu zeigen.
Endlich kommen wir im Motel an, dessen Name ähnlich klingt wie unser momentaner Gefühlszustand, nämlich HAPPY Day Inn.
Das Motel liegt in Burnaby einem Aussenbezirk von Vancouver. Die Buchungen für die ersten vier Nächte in Vancouver hatten wir von zu Hause via Internet vorgenommen.
Die Zimmer im Happy Day Inn sind ordentlich und sauber. Sie entsprechen dem Standard nordamerikanischer Motelketten.
Nachdem wir uns im Zimmer einigermassen eingerichtet haben und es inzwischen schon 18:00 Uhr ist, erkundigen wir uns an der Rezeption nach einem Restaurant. Etwa 100 Meter vom Hotel entfernt gibt es ein italienisches und ein griechisches Restaurant. Wir entscheiden uns für den Italiener. Das Amorosa Pasta House ist gemütlich und die Bedienung ist sehr freundlich. Aber die Portionen, wir bestellten eine kleine Portion, sind zu vergleichen mit dem Sprite, welches wir am Flughafen gekauft haben, einfach mega gross. Mit vollem, beinahe übervollem Magen und todmüde gingen wir schon um 10:00 Uhr schlafen.

 

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