1. Tag Olten - Vancouver

 2. Tag Vancouver - Parksville

 3. Tag Parksville - Campbell River

 4. Tag Campbell River - Port Hardy

 5. Tag Port Hardy - PrinceRupert

 6. Tag Prince Rupert - Terrace

 7. Tag Terrace - Stewart - Hyder

 8. Tag Stewart - Dease Lake

 9. Tag Dease Lake - Watson Lake

10. Watson Lake

11. Tag Watson Lake - Whitehorse

12. Tag Whitehorse - Dawson City

13. Tag Dawson City

14. Tag Dawson City - Whitehorse

15. Tag Whitehorse

16. Tag Whitehorse

17. Tag Whitehorse - Watson Lake

18. Tag Watson Lake - Fort Nelson

19. Tag Fort Nelson - Fort St. John

20. Tag Fort St. John - Dawson Creek

21. Tag Dawson Creek - Chetwynd

22. Tag Chetwynd - Prince George

23. Tag Prince George - Quesnel

24. Tag Quesnel - Williams Lake

25. Tag Williams Lake-100 Mile House

26. Tag 100 Mile House - Lytton

27. Tag Lytton - Vancouver

28. Tag Vancouver

29. Tag Vancouver -Olten

 

Dienstag 21. Juli 2009

 

Nach einem reichhaltigen Frühstück versuchen wir unser Glück heute beim Gold suchen.

Noch bis zum heutigen Tag wird im Gebiet des Klondike und an anderen Nebenflüssen des Yukon, Gold gewaschen. Man kann auf keinen Fall einfach irgendwo seine Waschpfanne hervorholen und auf Goldsuche gehen. Das Gebiet rund um Dawson ist weitestgehend in Claims aufgeteilt, die ihre Besitzer haben.
Damit die vielen Touristen, und somit auch wir, Gelegenheit bekommen, sich im Goldwaschen zu üben und auch welches finden können, hat die Stadt Dawson City den Claim Nr. 6 am Bonanza Creek in eigenem Besitz und gestattet jedem Touristen die uneingeschränkte Suche nach Gold.
Als erstes müssen wir uns das nötige Werkzeug besorgen und fahren deshalb zum Claim 33, wo wir eine Pan (Goldwaschpfanne) und eine Schaufel mieten.
Weiter geht die Fahrt zum Discovery Claim am Bonanza Creek (ursprünglich Rabbit Creek). Dort wurde am 17. 08.1896 das erste Gold in dieser Gegend gefunden. An der Stelle, wo sich das zugetragen haben soll, hat man am Ufer des kleinen Baches einen Gedenkstein mit Gedenktafel errichtet.

Am Claim 6 angekommen, wir sind die ersten an diesem frühen, sonnigen Morgen, beginnen wir das Sand-Kieselsteingemisch zu waschen.



Man hätte auch einen Kurs besuchen können, welcher aber 4 Stunden dauert und nicht gerade billig ist. Doch wir versuchens einfach mal ohne Kurs und das ist unsere Ausbeute.
Goldschürfen ist eine ziemlich anstrengende Angelegenheit.
Somit beschliessen wir nach 2 Stunden unser Geld wieder in der Schweiz zu verdienen. Nach unserem geringen Erfolg fahren wir hinauf zum Midnight Dome, denn die Strasse, die auf den Berg führt, liegt auf unserem Rückweg.

Dieser markante Berg nördlich von Dawson, erlaubt von seinem Gipfel aus eine beeindruckende Rundumsicht. Wir können einerseits weit in die Richtung schauen, in der wir Gold gewaschen haben, andererseits geht der Blick dem Yukon River folgend, bis nach Alaska hinüber.

Dieser Abstecher hatte sich wirklich gelohnt.
Der Nachmittag soll der Besichtigung des Jack London Interpretive Centre und des Dawson City Museum dienen.



Ein Stadtbummel darf natürlich auch nicht fehlen. Über die "Boardwalks" (Fusswegen aus Brettern) schlendern wir von einem Geschäft zum anderen. Besonders für die vielen Touristen, die im kurzen Sommer mit Bussen hier ankommen, gibt es ein grosses Angebot an Souvenirs. Natürlich ist alles irgendwie auf das Gold vom Klondike bezogen.


Man kann Goldschmuck, Nuggets oder Goldstaub in allen Variationen kaufen.

Nun ist es Zeit für das Nachtessen, welches wir in der Hotel-Lounge einnehmen.
Kurz nachdem wir die Chicken Wings und Pork Riblets vertilgt haben kommt ein junger Mann mit einer Kiste rein, setzt sich an einen Tisch in der Ecke, macht die Kiste auf und stellt etwas Dunkles auf einen Haufen weissen Pulvers, welches er zuvor ausgeleert hat. Da er immer zu mir rüber schaut, gehe ich nach einer Weile zu ihm hin und frage, was das sei.

Er erklärt mir folgende Geschichte:
Alles begann 1973, als Captain Dick Stevenson eine verlassene Hütte durchwühlte und dabei in einem Einmachglas eine konservierte Zehe fand, die von einer Axt abgetrennt worden war. Stevenson liess sich inspirieren (falls man es so nennen kann) und steckte die Zehe in einen Drink. Die Originalzehe gibt's schon lange nicht mehr, weil sie versehentlich von einem übereifrigen Gast verschluckt wurde. Bei der letzten Recherche hatte die Hotelbar im Downtown Hotel aber noch 8 Zehen zur Auswahl, die - gelinde ausgedrückt grauenhaft aussehen. Sie werden in Salz konserviert und sind Spenden von Gästen, die ihre Gliedmassen durch Unfälle oder Erfrierungen verloren haben. Mehr als 2000 Leute lassen sich jährlich als Mitglieder des Sourtoe Cocktail Club registrieren. Ein Sauerzeh-Cocktail kostet 5$, wobei die Zehe in einen beliebigen Drink gesteckt werden kann. Der Zeh muss unbedingt mit der Lippe berührt werden, denn sonst gibt's keine offizielle Tapferkeitsurkunde.

Wir haben unseren Drink zehenlos getrunken und sind als Feiglinge bald schlafen gegangen.

 

 

 

 

 

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