1. Tag Olten - Vancouver

 2. Tag Vancouver - Parksville

 3. Tag Parksville - Campbell River

 4. Tag Campbell River - Port Hardy

 5. Tag Port Hardy - PrinceRupert

 6. Tag Prince Rupert - Terrace

 7. Tag Terrace - Stewart - Hyder

 8. Tag Stewart - Dease Lake

 9. Tag Dease Lake - Watson Lake

10. Watson Lake

11. Tag Watson Lake - Whitehorse

12. Tag Whitehorse - Dawson City

13. Tag Dawson City

14. Tag Dawson City - Whitehorse

15. Tag Whitehorse

16. Tag Whitehorse

17. Tag Whitehorse - Watson Lake

18. Tag Watson Lake - Fort Nelson

19. Tag Fort Nelson - Fort St. John

20. Tag Fort St. John - Dawson Creek

21. Tag Dawson Creek - Chetwynd

22. Tag Chetwynd - Prince George

23. Tag Prince George - Quesnel

24. Tag Quesnel - Williams Lake

25. Tag Williams Lake-100 Mile House

26. Tag 100 Mile House - Lytton

27. Tag Lytton - Vancouver

28. Tag Vancouver

29. Tag Vancouver - Olten

 

Donnerstag 23. Juli 2009

 

Whitehorse ist die Hauptstadt des Territoriums Yukon in Kanada. Sie hat derzeit rund 24.890 Einwohner (2009) und besitzt Stadtrecht seit 1950. Whitehorse erhielt seinen Namen 1887, nach den aufschäumenden weißen Spitzen der Wellen der gefährlichen Yukon-River-Stromschellen, die an die Mähnen weißer Pferde erinnerten. Da die Reisenden hier zu längeren Pausen gezwungen waren, um über die beste Art des Weiterkommens nachzudenken, wurde Whitehorse zu einer wichtigen Versorgungsstation während des Goldrausches.
Seit 1900 verband eine Eisenbahnstrecke der White Pass & Yukon Railroad die Hafenstadt Skagway (Alaska) mit Whitehorse.
Die Stadt entwickelte sich weiter als wichtiger Verkehrsknotenpunkt für die Flussdampfer, die über den Yukon River die Versorgung der nördlichen Gebiete des Territoriums übernahmen. Sie erlebte einen zweiten Boom durch den Bau des Alaska Highways (1942) und der damit verbundenen Ankunft tausender US-amerikanischer Soldaten. 1953 wurde der Sitz des Territoriums-Hauptstadt von Dawson City nach Whitehorse verlegt.
In und um Whitehorse gibt es viel zu sehen und zu unternehmen.
Deshalb brechen wir heute früh (07:30 Uhr) auf und begnügen uns mit einem Caffe Latte von Starbucks.
Zuerst fahren wir 20 km auf dem Alaska Hwy. und biegen bei Carcross Cutoff in südliche Richtung auf den Klondike Hwy. ab.

Am smaragdgrüne Emerald Lake machen wir unsere erste Pause. Die Farbe des Sees entsteht durch Reflexion von blau-grünen Lichtwellen vom weissen Seeboden, welcher aus einem Gemisch von zermahlenen Muscheln und Kalkstein besteht. Dieser See wird von den Einheimischen wegen seiner sensationellen Wasserfärbung auch Rainbow-Lake genannt. Doch um diese Jahreszeit ist der Wasserstand niedrig und die Farbenpracht eher bescheiden.

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Da wir als nächstes eine Wüste durchqueren wollen und noch nicht richtig gefrühstückt haben, beschliessen wir das vorher noch zu erledigen, denn man weiss ja nie. :-)
Im Spirit Lake Wilderness Resort bestellen wir Omeletten mit Schinken und Käse.


2 km nördliche von Carcross erreichen wir nun das Carcross Deser, mit einer Gesamtgröße von 260 Hektar.

Sie wird als die kleinste Wüste der Welt bezeichnet. Die Wüste ist ein Überbleibsel der letzten Eiszeit, als ein großer Gletschersee, nachdem sich die Gletscher zurückgezogen hatten, austrocknete. Zurückgeblieben ist der sandige Seegrund.
Der starke Wind vom Lake Bennett verhindern eine Ausbreitung der Vegetation fast vollständig.

Der nächste Halt gilt dann dem kleine Ort Carcross selber, einst eine Indianer-Siedlung.
Der Ort verdankt seinen Namen den Karibu-Herden, die die nahegelegene Seenenge auf ihren Wanderungen kreuzten („Carcross“ ist eine Verkürzung von Caribou Crossing).
„Caribou Crossing“, wuchs in den Zeiten des Goldrausches rapide, denn hier bauten die Stampeders die Boote, mit denen sie den Yukon hinauf paddeln wollten. Die armen Caribous endeten damals fast alle in den Kochtöpfen der hungrigen Männer; inzwischen hat ein „Recovery Programm“ die Rentierherden wieder anwachsen lassen.

In Carcross steht heute noch der Bahnhof (zugleich Visitor Center) der legendären White Pass & Yukon Route Railway, die für die Massen der Goldsucher geplant und 1900 fertig gestellt wurde, als der Goldrausch praktisch schon beendet war.
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Heute transportiert sie auf ihrer spektakulären Gebirgsstrecke zwischen Skagway und Carcross begeisterte Touristen. Ein kleines Warenhaus „Watson General Store“, ebenfalls aus alter Zeit, bietet neben Kaffee, Eis und Snacks auch eine gute Auswahl an Souvenirs.






Nach so vielen imposanten Eindrücken machen wir uns auf den Heimweg und fahren auf der Tagish Road zuerst Richtung Westen, wo wir dann beim Jakes Corner in den Alaska Hwy. nach Norden einbiegen. Am Marsh Lake, welcher eher eine Verbreiterung des Yukon Flusses ist (bis zu 4 km breit und 30 km lang) machen wir noch einen kurzen Fotostopp.

Wieder in Whitehorse angelangt, nehmen wir noch das MacBride Museum in Augenschein.
Sein Schwerpunkt liegt auf der Geschichte des Territoriums mit den Sammelgebieten Transportwesen, First Nations, Naturgeschichte und Klondike-Goldrausch. Insgesamt verfügt das Haus über rund 25.000 Exponate, überwiegend Fotografien. Letztere liegen im Archiv, das auch Manuskripte, Filmaufnahmen sowie umfangreiche textliche Überlieferungen zur Stadtgeschichte birgt.
Bei der Visite treffen wir einige Schweizer an, u.a. ein Pärchen aus St. Gallen, welches schon 1 Jahr auf dem Kontinent Amerika unterwegs ist.
Nach dieser netten Begegnung, einem guten Nachtessen und einem kurzen Spaziergang durch Whitehorse, schlummern wir zufrieden ein.

 

 

 

 

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