1. Tag Olten - Vancouver

 2. Tag Vancouver

 3. Tag Vancouver

 4. Tag Vancouver

 5. Tag Vancouver - Whistler

 6. Tag Whistler

 7. Tag Whistler - Lillooet

 8. Tag Lillooet - Kamloops

 9. Tag Kamloops - Clearwater

10. Tag Clearwater- Jasper

11. Tag Jasper

12. Tag Jasper

13. Tag Jasper -Lake Louis

14. Tag Lake Louis

15. Tag Lake Louis - Banff

16. Tag Banff

17. Tag Banff - Fort Macleod

18. Tag Ausflug Waterton NP

19. Tag Fort Macleod- Lethbridge

20. Tag Lethbridge - Brooks

21. Tag Brooks - Drumhelle

22. Tag Drumheller

23. Tag Drumheller - Leduc

24. Tag Ausflug Edmonton

25. Tag Leduc - Red Deer

26. Tag Red Deer - Calgary

27. Tag Calgary

28.Tag Calgary

29. Tag Calgary - Olten

 

 

 

 

26. Juli 2007 Banff

Vom Duft des frisch gebrühten Kaffees erwache ich heute Morgen um 07:00 Uhr. Dani ist schon am Duschen und hat auch schon die Kaffeemaschine in Betrieb genommen. Richtig, wir wollten ja heute bei Zeiten aus den Federn. Nach dem all morgendlichen Ritual, Kaffee trinken, Duschen, Kaffee trinken, alles nötige zusammenpacken, Kaffee trinken, verlassen wir das Zimmer. Wir wollen Frühstücken gehen, da wir der Meinung waren, dass dies inbegriffen sei, nachdem uns die Dame gestern gezeigt hat, wo es Frühstück gibt. Aber dieses muss extra bezahlt werden und kostet 13$. Wir schauen uns etwas um und entdecken in einer Ecke ein Schild mit der Aufschrift „Starbucks Coffee“. Also beschliessen wir die 26$ zu sparen, doch dafür wieder mal einen guten Kaffee zu trinken. Doch wir haben uns zu früh gefreut. Die Quantität des Kaffees ist gross, doch die Qualität......ausser dem Becher, definitiv kein Starbucks Coffee!
So machen wir uns mit viel Kaffee im Bauch auf den Weg zum etwa 25 km nördlich gelegenen pittoresken Johnston Canyon. Es ist von Vorteil, wenn man möglichst früh am Canyon ist, denn er ist ein äusserst beliebtes Ausflugsziel.



Von einem Parkplatz zweigt ein schmaler Fußweg in den Johnston Canyon ab. Es geht auf und ab (meistens jedoch auf) am Canyon entlang, der durch einen dichten Nadelwald führt. Zeitweise geht es rechts von uns gute zehn Meter in die Tiefe. Die Lower Falls sind nicht besonders spektakulär, und nach gut 70 Minuten bequemen Wanderns erreichen wir die Upper Falls, die man von einer Holzbrücke aus bewundern kann. Aber auch von einer Art Fels-Balkon aus, den man durch einen in den Felsen geschlagenen Höhlengang erreichen kann, hat man einen guten Blick. (Vorsicht: Bücken!). Interessant sind hier die kalkigen Canyonwände, an denen das aus den Bergen herunterfließende Wasser herab tropft und stalaktitenähnliche Gebilde erzeugt.



Langsam bekommen wir Durst und bemerken dabei, dass wir vergessen haben Wasser mit zu nehmen. Doch das herrliche Wetter und der imposante Canyon, welcher uns mit einem farbenprächtigen Regenbogen belohnt, lässt uns das schnell vergessen.

Auf dem Rückweg kommen uns massenweise Leuten entgegen. Dabei scheinen alle Urlaubergattungen vertreten zu sein: von den Shirts- und Shorts-Wanderern über dick eingemummelte Leute und ganzen Schulklassen bis hin zu einigen Outdoor-Machos, und rücksichtslose „Fotografen“.  Da stellt doch tatsächlich einer, auf der sonst schon sehr schmalen Brücke sein Fotostativ auf, so dass keiner mehr durchkommt, was ihn überhaupt nicht zu kümmern scheint.

Am Anfang des Canyons gibt es ein Café-Restaurant, in welchem wir nach unserer Rückkehr etwas essen wollen. Doch das ist nicht so einfach und sehr teuer wie Dani mir sagt und bringt uns deshalb nur etwas zu trinken. So fahren wir mit etwas Hunger im Bauch weiter zum malerischen Lake Minnewanka,  der von Wäldern und Bergen umgebene, grösste See im Banff Nationalpark.  Nach dem hektischen Treiben im Canyon wollen wir etwas Ruhe und ungestörte Natur geniessen.
Zuerst suchen wir das am See gelegene „Restaurant“ auf, welches sich aber als Hamburger- und Würstchenbude entpuppt. Weil wir inzwischen einen Bärenhunger haben, halten uns auch die etwas schmutzigen Tische nicht davon ab, einen Hamburger zu verschlingen. Nun ist die Welt wieder in Ordnung und wir machen anschliessend einen Spaziergang am herrlich, blauen See entlang!

Der See gehört uns fast allein. Ausser ein paar Motorboote auf dem See ist hier keine Menschenseele anzutreffen. Für 50$ kann man hier ein Motorboot für eine Stunde mieten, was uns etwas teuer erscheint. So sehr der See auch zum Baden einlädt, er ist selbst im Sommer eiskalt, da er von den umliegenden Gletschern gespeist wird. Das kalte Wasser lässt einen Badespaß nur bis zu den Knien zu. Da helfen auch die mittlerweile sommerlichen Temperaturen nicht weiter. Und so genehmige ich mir ein Fussbad, während Dani versucht die flachen Steine auf dem See hüpfen zu lassen. Doch mehr als etwa 3 Hüpfer sind ihm dann doch nicht gelungen....Hi....Hi...!


Als wir etwas weiter am Seeufer entlang laufen treffen wir auf eine Holzhütte in welcher ein richtiger Ofen steht. Da das Seewasser mächtig kalt war beginnt Dani sofort mit dem Einheizen, damit ich mich aufwärmen kann.


-Selbstverständlich ist das nur ein Joke, denn es ist 29°C und das Foto ist nur gestellt.-

Wir nehmen an, dass diese Hütten mit dem Ofen und dem vorbereiteten Holz für die Winterurlauber bereit gestellt wurden.
Wenig später treffen wir auf eine holländische Familie, welche im eiskalten See kreischend ein Bad nimmt. Beim Zuschauen beginnen wir zu schlottern und beschliessen zu den Upper Hot Springs zu fahren, um uns aufzuwärmen.
Wir schiessen noch ein paar Fotos vom tiefblauen Minnewanka See und verabschieden uns.

Kurz nachdem wir los gefahren sind treffen wir auf eine Ziegenfamilie, die mitten auf der Strasse spaziert und beinah einen Stau verursacht, da alle Autos anhalten um Fotos zu machen, was wir ihnen dann gleichtun.

Die Upper Hot Springs liegen im Südteil von Banff. Am Ende der Innenstadt fährt man über die Brücke und halb links hinauf zu den Springs.
Dort angekommen geniessen wir das warmes Bad in den Upper Hot Springs.
Seit Jahrhunderten gelten die Hot Springs für die Ureinwohner Kanadas als heiliges Wasser, ein Ort zur Heilung von Krankheiten und zur Wahrung der Gesundheit. Die Quellen wurden im Jahre 1882 von Eisenbahnarbeitern entdeckt.
Nachdem wir uns nun etwas Gutes getan haben und wieder zurück in Banff sind, baden macht Durst und Hunger, genehmigen wir uns ein Glace. Dani nimmt natürlich gleich einen Doppeldecker, doch bei diesen hohen Temperaturen (ca. 30°C) schmilzt dies schneller, als Dani es vertilgen kann..
Mit einem ausgezeichneten Nachtessen im Caramba Restaurant (Dani New York Steak und ich Fisch) und einem Abendspaziergang, beschliessen wir den letzten Abend in Banff.

 

 

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