1. Tag Olten - Vancouver

 2. Tag Vancouver - Parksville

 3. Tag Parksville - Campbell River

 4. Tag Campbell River - Port Hardy

 5. Tag Port Hardy - PrinceRupert

 6. Tag Prince Rupert - Terrace

 7. Tag Terrace - Stewart - Hyder

 8. Tag Stewart - Dease Lake

 9. Tag Dease Lake - Watson Lake

10. Watson Lake

11. Tag Watson Lake - Whitehorse

12. Tag Whitehorse - Dawson City

13. Tag Dawson City

14. Tag Dawson City - Whitehorse

15. Tag Whitehorse

16. Tag Whitehorse

17. Tag Whitehorse - Watson Lake

18. Tag Watson Lake - Fort Nelson

19. Tag Fort Nelson - Fort St. John

20. Tag Fort St. John - Dawson Creek

21. Tag Dawson Creek - Chetwynd

22. Tag Chetwynd - Prince George

23. Tag Prince George - Quesnel

24. Tag Quesnel - Williams Lake

25. Tag Williams Lake-100 Mile House

26. Tag 100 Mile House - Lytton

27. Tag Lytton - Vancouver

28. Tag Vancouver

29. Tag Vancouver - Olten

 

Freitag 24. Juli 2009

 

Um 06:00 Uhr schon kriechen wir heute aus den Federn, denn wir haben heute viel vor.
Um 06:45 Uhr fahren wir zum nahegelegenen Miles Canyon.
Im Autoradio läuft gerade wieder mal "Friends in low places" von Garth Brooks (übersetzter Text), genau das Richtige am frühen Morgen.

Auch diese Engstelle des Yukon, der Miles Canyon (Karte) war – ähnlich wie die Five Finger Rapids weiter flussabwärts – eine kritische Stelle für die Stampeders mit ihren Booten und Flössen.
Zuerst mal überschreiten wir eine hölzerne Hängebrücke, die den Canyon überspannt.

Auf der anderen Seite gut angekommen, erkundige ich am Miles Canyon zuerst eine kleine Halbinsel und Dani wartet geduldig auf mich

Allzu gefährlich wirkt die Strömung hier eigentlich nicht. Das liegt aber daran, dass der Schwatka Lake, der unmittelbar hinter dem Canyon beginnt, künstlich gestaut wird und somit das Wasser nur noch gebremst durch die Engstelle fliesst. Der Stausee dient zur Energiegewinnung für Whitehorse und als Start- und Landeplatz für Wasserflugzeuge.

Als ich von meinem kleinen Ausflug zurück komme, erzählt mir Dani ganz aufgeregt von seiner Beobachtung auf der anderen Seite des Flusses. Ein Weisskopfadler verzehrt soeben den Fisch, den er vor wenigen Minuten gefangen hat. Ich versuche natürlich sofort den Adler bildlich festzuhalten.


                               mehr Bilder vom Weisskopfseeadler, wer findet ihn?

Nach diesem beeindruckenden Erlebnis laufen wir am Miles Canyon entlang zur Geisterstadt "Canyon City" und versetzen uns in die Atmosphäre des 1898er Goldrauschs, während wir die einmalige Natur von heute geniessen. Diesmal selbstverständlich mit Glocke, um die Bären von uns fern zu halten.

Canyon City ist ein Klondike Gold Rush Geisterstadt und Yukon Government-Weltkulturerbe. Von der Stadt ist zwar heute nicht mehr viel zu sehen. Karte
Hier entluden die Männer und Frauen des Klondike-Goldrausches ihre Boote, um die Fracht um die gefährlichen Whitehorse Rapids herumzutragen.


Auf dem Rückweg geniessen wir nochmals die prachtvolle Landschaft.


Um 12:00 Uhr sind wir dann wieder zurück im Hotel. Da uns langsam die sauberen Kleider ausgehen und die Waschmaschine gerade frei ist, beschliessen wir das nötigste zu waschen.
Nach getaner Arbeit, wollen wir die S.S. Klondike besichtigen. Ein Dampfschiff das von 1937 bis 1955 zwischen Whitehorse und Dawson City ihren Dienst tat.

Die Dampfschifffahrt war für fast einhundert Jahre das wichtigste Transportmittel zur Erschließung und Entwicklung des Yukon Territoriums. Die S.S. Klondike wurde nach dem legendären Goldrausch von 1897 gebaut. Ihr wesentlicher Zweck war der Gütertransport von bis zu 300t. Nur wenige Passagiere hatten Platz auf ihr. Die Strecke von 720km zwischen Whitehorse und Dawson schaffte die S.S. Klondike in 36 Stunden. Auf dem Rückweg, der dreimal so lange dauerte machte sie Halt in Stewart Landing, wo sie Silberbleierz lud. Dieses wurde dann in Whitehorse von der White Pass & Yukon Eisenbahn nach Skagway zur weiteren Verschiffung gebracht.
Die Saison für die S.S. Klondike war allerdings recht kurz, zwischen vier bis fünf Monate im Jahr. Von der Zeit des Eisaufbruchs im Lake Laberge Mitte/Ende Mai bis Mitte/Ende September. Mit dem Bau der ganzjährig befahrbaren Straße zwischen Mayo und Whitehorse im Jahr 1950 wurde schließlich das Ende der Dampfschifffahrtsära eingeleitet. Auf jeden Fall ist es ein beeindruckendes Schiff und wir könnten uns gut vorstellen auf einem solchen Schiff nach Dawson zu reisen ;.)
Wir beschliessen diesen Tag mit der Besichtigung der weltweit grössten Fischleiter.
Die hölzerne Fischleiter in Whitehorse wurde 1959 nach der Fertigstellung der ersten Phase des Whitehorse Staudamms gebaut. Sie wird von der Yukon Fish and Game Association betrieben und finanziert von Yukon Energy, Yukon Renewable Resources, Yukon Tourism und einem Unternehmen aus British Columbia, Creative Salmon. Alljährlich können so Hunderte von Lachsen zwischen Juli und September das Hindernis des Dammes überwinden und zu ihren Laichgründen im südlichen Yukon wandern, wo sie ihre Rogen in Bächen wie dem Wolf Creek oder dem Michie Creek ablegen. Schon vor dem Bau des Damms war dieser Weg sehr schwierig. Andere Fischarten wie z.B. Forellen und arktische Graylings nutzen die Fischleiter ebenfalls. Mit einer Tiefe von 2,20 m und einer Länge von 366 m ist sie die längste hölzerne Fischleiter der Welt.

Per Webcam kann von zu Hause aus beobachtet werden, wie die Lachse im Yukon River zurückkommen. An der Fischleiter in Whitehorse sind nämlich vier Webcams installiert, die Aktivitäten unter und über Wasser übertragen. Die Lachse müssen einen 3200 km langen Weg zurücklegen, bis sie die Fischleiter am Schwatka Lake bei Whitehorse erreichen. Sie werden immer ab Ende Juli dort erwartet. Webcam Fischleiter

Nun ist endlich Feierabend!

 

 

 

 

 

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