1. Tag Olten - Vancouver

 2. Tag Vancouver

 3. Tag Vancouver

 4. Tag Vancouver

 5. Tag Vancouver - Whistler

 6. Tag Whistler

 7. Tag Whistler - Lillooet

 8. Tag Lillooet - Kamloops

 9. Tag Kamloops - Clearwater

10. Tag Clearwater- Jasper

11. Tag Jasper

12. Tag Jasper

13. Tag Jasper -Lake Louis

14. Tag Lake Louis

15. Tag Lake Louis - Banff

16. Tag Banff

17. Tag Banff - Fort Macleod

18. Tag Ausflug Waterton NP

19. Tag Fort Macleod- Lethbridge

20. Tag Lethbridge - Brooks

21. Tag Brooks - Drumhelle

22. Tag Drumheller

23. Tag Drumheller - Leduc

24. Tag Ausflug Edmonton

25. Tag Leduc - Red Deer

26. Tag Red Deer - Calgary

27. Tag Calgary

28.Tag Calgary

29. Tag Calgary - Olten

 

 

 

 

28. Juli 2007 Fort Macleod (Ausflug Waterton NP)

Nach einer guten Nacht sind wir bereit für neue Erlebnisse. Auch meinem geschwollener Arm, welchen ich gestern noch mit Fenistil behandelt habe, geht es besser. Gott sei Dank, wir müssen keine Zeit mit einem Arztbesuch verschwenden.
Um halb neun machen wir uns auf den Weg zum Waterton Nationalpark. Doch zuvor müssen wir wieder mal tanken und ich entferne die Insektenleichen, welche zuhauf an den Autoscheiben kleben mit den an jeder Tankstelle zur Verfügung stehenden Reinigungsutensilien.
Der Park liegt nur etwa 80 km südlich von Fort MacLeod und führt uns aus der Prärie zurück zu den Gipfeln der Rocky Mountains. Der Waterton NP ist das Anhängsel des acht Mal grösseren Glacier NP in den USA, mit dem er hinsichtlich Geologie, Flora und Fauna eine Einheit bildet.

Während der Fahrt auf dem Hwy 5 blickt man wieder über endlose Prärien, Ranchen und Rinderherden und auf einmal sind wir an dem Punkt angelangt, wo die Prärie die Berge trifft.
Am Parkeingang bezahlen wir 6$ und wollen nun zum Red Rock Canyon, doch wir fahren trotz Karte etwas zu weit und müssen wieder umkehren. Der 16 km lange Red Rock Parkway ist ziemlich eng und es geht auf und ab, doch Dani meistert sie mühelos.
Als wir den Canyon erreicht haben ist es schon wieder 30°C warm und wir entschliessen uns trotz der Hitze den 0,7 km langen Red Rock Canyon Trail unter die Füsse zu nehmen. Der Red Rock Canyon bildet mit seinem, durch oxidiertes Eisen, intensiv rot gefärbtem Sandstein einen reizvollen Kontrast zum tiefen Grün der Vegetation.
Es fliesst nicht viel Wasser durch das ausgewaschene Bachbett, trotzdem geniessen ein  paar Kinder das kühle Nass. Nach unserem Rundgang wollen wir uns auch etwas abkühlen und steigen hinunter in die Schlucht. Doch das Wasser ist trotz der Wärme ziemlich kalt.

Da wir schon lange keinen Wasserfall mehr gesehen haben wollen wir trotz Hitze noch zu den 1 km entfernten Blakistone Falls laufen. Der Weg führt zeitweise durch den Wald und wir haben genügend Wasser mit. Der Wasserfall ist zwar hübsch, aber bei weitem nicht so spektakulär, wie diejenigen, die wir bis jetzt gesehen haben.

Auf dem Rückweg besprechen wir, was wir nun unternehmen wollen, denn zum Wandern ist es definitiv zu heiss. Wir könnten ja schnell mal in den amerikanischen Teil des Nationalparks fahren.
Zum Abschied machen wir schnell noch ein Foto vom Berg, welcher uns ans  Matterhorn erinnert und dann auf in die USA.

Als wir zur Grenze kommen fragt uns eine ältere, nette Grenzwärterin, was wir in der USA machen wollen und wir Antworten ihr, dass wir in den Glacier NP gehen möchten. Sie bittet uns an die Seite zu fahren und auszusteigen. Im Grenzwerterhäuschen werden wir von einem sympathischen älteren Herrn gefragt, woher wir kommen und auf unsere Antwort:“ aus der Schweiz“, gibt er uns ein Formular auf Deutsch, welches wir nun ausfüllen müssen. Es ist ein 90 Tages Visum und wir bezahlen 6 USA$. Danach werden uns noch die Fingerabdrücke genommen. Wir müssen erst den linken und dann den rechten Zeigefinger auf ein Messgerät legen. Da ich ziemlich nervös bin, mache ich es natürlich gerade falsch, doch der Grenzwärter korrigiert mich ganz freundlich. Anschliessend müssen wir noch in eine Kamera schauen, damit er die Iris fotografieren kann. All das erinnert mich an eine medizinische Untersuchung. Nun sind wir USA tauglich und verabschieden uns. Zu unserem Erstaunen sagt der gemütlich wirkende Grenzwärter: “Auf Wiedersehen“
Nachdem wir das überstanden haben meldet sich auch mein Magen.
Im ersten Dorf nach der Grenze entdecken wir auch schon ein Restaurant, welches aussieht wie ein Saloon. Drinnen ist es etwas düster, doch riecht es fein nach Essen und die blauen Kaffeetassen stehen auch schon auf den Tischen bereit. Bei der gestressten Kellnerin, es hat zwar nicht viel Gäste, bestellen wir zwei Hamburger, Eistee und Kaffee. Es gibt eine offene Küche und man hätte dem Koch beim Zubereiten der Hamburger zuschauen können, doch von unserem Platz aus war das leider nicht möglich. Der Hamburger ist ausgezeichnet und  der besten, den wir je gegessen haben. Der Eistee besteht aus ungesüsstem und mit viel Eis gekühltem Schwarztee und genau das richtige für meinen Durst. Den Kaffee  giesst sie aus einem Krug in die Tassen und füllt immer wieder nach.
Gesättigt und zufrieden fahren wir weiter nach St. Mary, einem kleinen Dorf, bestehend aus ein paar Gift Shops, einer Tankstelle und wenigen Häuser, welche unbewohnt aussehen. In einem der Gift-Shops schauen wir uns eine Weile um und kaufen dann ein paar Ansichtskarten und zum Andenken an unseren abenteuerlichen Abstecher in die USA
je ein T-Shirt mit der Aufschrift Montana.
Es ist inzwischen schon 15:00 Uhr und etwas spät, um noch den Glacier NP zu besuchen, zudem ist es 36°C und viel zu heiss zum Wandern.
Für die Heimfahrt wählen wir eine andere Route, damit wir nicht am selben Ort, wie bei der Hinfahrt, über die Grenze müssen. Im angenehm klimatisierten Auto fahren wir an endlosen Getreidefeldern vorbei und sind bald wieder in Fort MacLoud.
Da wir heute unsere gesamte Wasserreserve aufgebraucht haben müssen wir noch welches besorgen und fahren noch schnell zum Supermarkt. Auf der Suche nach Wasser bestaunen wir die riesengrossen Fleischstücke in den Kühlregalen und die übergrossen Packungen egal wovon.
Zurück im Motel schreiben wir, bei einem kühlen Bierchen wieder mal ein paar Ansichtskarten.

Prost!
Als wir gemütlich vor unserem Zimmer sitzen spricht uns wieder mal ein neu eingetroffener Hotelgast an, und wir erfahren von ihm, dass er aus Montana kommt--- Zufälle gibt's-- und morgen für 2 Tage eine Country-Veranstaltung besuchen wird.
Nach einem genüsslichen Nachtessen im Johnny's Restaurant begeben wir uns zur Ruhe.

 

 

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