1. Tag Olten - Vancouver

 2. Tag Vancouver

 3. Tag Vancouver

 4. Tag Vancouver

 5. Tag Vancouver - Whistler

 6. Tag Whistler

 7. Tag Whistler - Lillooet

 8. Tag Lillooet - Kamloops

 9. Tag Kamloops - Clearwater

10. Tag Clearwater- Jasper

11. Tag Jasper

12. Tag Jasper

13. Tag Jasper -Lake Louis

14. Tag Lake Louis

15. Tag Lake Louis - Banff

16. Tag Banff

17. Tag Banff - Fort Macleod

18. Tag Ausflug Waterton NP

19. Tag Fort Macleod- Lethbridge

20. Tag Lethbridge - Brooks

21. Tag Brooks - Drumhelle

22. Tag Drumheller

23. Tag Drumheller - Leduc

24. Tag Ausflug Edmonton

25. Tag Leduc - Red Deer

26. Tag Red Deer - Calgary

27. Tag Calgary

28.Tag Calgary

29. Tag Calgary - Olten

 

 

 

 

29. Juli 2007 Fort Macleod - Lethbridge

Da das Fort MacLeod Museum, welches wir vor unserer Weiterreise besuchen wollen, erst um 09:00 Uhr öffnet, müssen wir heute nicht so früh aus den Federn.
Das "Fort Macleod Museum", ist eine korrekte Nachbildung des historischen Forts der NWMP. Im Fort befindet sich eine Ausstellung, die die Geschichte der Polizeitruppe von ihrer Gründung als Ordnungsmacht und Friedensstifter im damals noch sehr wilden Westen bis hin zur Umwandlung in die heutige RCMP (Royal Canadian Mounted Police) schildert. Andere Gebäude zeigen eine Sammlung von Indianer-Tipis, das Haus des Pelz-(und Whisky-) Händlers Fred Kanouse, eine Pionier-Schmiede, eine Kapelle und das Büro von ersten Rechtsanwalt in Fort MacLeod.

Eine besondere Attraktion ist jedoch der „Musical Ride“. Ein paar Reiter in den Uniformen der North West Mounted Police von 1878, auch „Red-Coats“ (Rotröcke) genannt, zeigen eine Serie von mit Musik unterlegten Kavallerie-Manövern. Alles nur für die Touristen.

Beim Rundgang durch das Fort entdecke ich ein paar uralte Röntgengeräte, die ich natürlich genau betrachten muss.

Da es bis zu unserem heutigen Tagesziel Letbridge nur ca. 60 km zu fahren sind,
machen wir einen kleinen Umweg von ca. 65 km nach Cardston, wo wir
das Remington Cariage Museum besuchen wollen.
Das Städtchen Cardston mit seinen 3500 Einwohnern, ist heute das Zentrum der kanadischen Mormonen, und besitzt den einzigen Tempel dieser Religionsgemeinschaft in Kanada.
Auf dem Parkplatz vor dem Museum kommt uns auf einmal die Idee, dass wir uns daheim mal telefonisch melden könnten, denn es ist Sonntag und bestimmt ist unser Sohn Michel zu erreichen.
Da es uns gut geht und zu Hause auch alles in Ordnung ist, dauert das Gespräch nur kurz, denn es ist ja auch nicht gerade billig.
Nun besuchen wir das Remington Alberta Carriage Museum, welches mit seinen mehr als 250 Kutschen aus der Pionierzeit eines der grössten Nordamerikas ist. Es zeigt die Geschichte des Wagnerhandwerks und Transportwesens, das für die Erschliessung der Prärien von grosser Wichtigkeit war. Ausgestellt sind nicht nur einfache Pferdefuhrwerke, sondern auch komfortable Reisekutschen, mit denen man im 19. Jahrhundert grössere Strecken zurückgelegt hatte.

Man hätte auch live bei den Renovationen der Kutschen zuschauen können, doch da Sonntag ist arbeitet leider niemand.
Nach der anstrengenden, aber sehr interessanten Museums-Besichtigung fahren wir auf dem Hwy.5 nach Lethbridge.
Lethbridge liegt am Rande der Prärie nahe der Rocky Mountains am Oldman River  und hat ca. 75.000 Einwohner. An der Stelle der heutigen Stadt wurde 1869 das Fort "Whoop-Up" errichtet, von wo aus US-Amerikaner illegalen Alkoholhandel mit den Indianern betrieben. Dies war einer der Gründe für die Schaffung North West Mounted Police im Jahr 1873. 1870 fand am Oldman River die letzte Schlacht zwischen den Cree und den Blackfoot statt; 1871 schlossen diese beiden Indianernationen einen formellen Friedensvertrag. 1874 wurde eine Kohlenminenstadt mit dem Namen Coalbanks gegründet, die 1885 den Namen Lethbridge erhielt.
Zwischen 1907 und 1909 baute die Canadian Pacific Railway die "High-Level Bridge" über das "Oldman River Valley", die heute noch längste, ganz aus Stahl errichtete Eisenbahnbrücke der Welt ist.
Mit der Suche nach einer Bleibe für diese Nacht klappt es heute im Handumdrehen.  Die Probleme kommen erst danach. Zuerst funktioniert mein Schlüssel (Karte) nicht und ich muss 4x an die Rezeption, um ihn umzutauschen. Im Thriftloge Lethbridge gibt es nebst einem Pool auch eine Waschmaschine. Kurzerhand schauen wir nach, ob die Maschine frei ist. Wir haben Glück, doch kaum habe ich die erst, der vorgesehenen 3 Portionen in die Maschine gesteckt, kommt eine Dänin und will auch waschen. Sie erklärt mir, dass sie morgen weiterfahren wollen und  fragt mich, ob sie ihre Wäsche dazwischen waschen könne. Da wir aber morgen auch weiterfahren und es erst 15:00 Uhr ist, hat sie leider Pech gehabt. Dä Schnellär isch dä Gschwindär!
Ich schlage ihr vor, sie zu rufen, wenn wir fertig sind, was sie schlussendlich etwas mürrisch annimmt.
Nach diesen Troubles habe ich starke Kopfschmerzen und lege mich etwas hin, während Dani den Reiseführer studiert.
Nachdem unsere Wäsche sauber und trocken ist geht es meinem Kopf etwas besser und wir fahren ins Stadtzentrum.  Doch es ist nicht viel Betrieb, da Sonntag ist und die Geschäfte geschlossen haben.
Mit einem gemütlichen, wohltuenden Nachtessen, im von aussen nichtssagendem, aber innen noblen Luigi's Steakhaus, beschliessen wir den Tag.

 

 

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