1. Tag Olten - Vancouver

 2. Tag Vancouver

 3. Tag Vancouver

 4. Tag Vancouver

 5. Tag Vancouver - Whistler

 6. Tag Whistler

 7. Tag Whistler - Lillooet

 8. Tag Lillooet - Kamloops

 9. Tag Kamloops - Clearwater

10. Tag Clearwater- Jasper

11. Tag Jasper

12. Tag Jasper

13. Tag Jasper -Lake Louis

14. Tag Lake Louis

15. Tag Lake Louis - Banff

16. Tag Banff

17. Tag Banff - Fort Macleod

18. Tag Ausflug Waterton NP

19. Tag Fort Macleod- Lethbridge

20. Tag Lethbridge - Brooks

21. Tag Brooks - Drumhelle

22. Tag Drumheller

23. Tag Drumheller - Leduc

24. Tag Ausflug Edmonton

25. Tag Leduc - Red Deer

26. Tag Red Deer - Calgary

27. Tag Calgary

28.Tag Calgary

29. Tag Calgary - Olten

 

 

 

 

30. Juli 2007 Lethbridge - Broks

Als ich heute Morgen erwache ist Dani bereits unter der Dusche. Ich schaue auf die Uhr, welche 07:05 Uhr anzeigt. Ist es vielleicht möglich, dass er nicht mehr schlafen konnte und deshalb schon so früh auf den Beinen ist. Ich jedenfalls habe ausgezeichnet geschlafen und freue mich jetzt erst mal auf einen Kaffee.
Da wir heute nur ca. 120 km bis Brooks fahren müssen und unser geplantes Programm auch nicht sehr viel Zeit beansprucht, frage ich Dani, als er fein duftend aus dem Bad kommt, was der Grund für sein frühes Aufstehen sei. Nun, die Uhr im Zimmer geht 1,5 Stunden nach, also ist nun schon 08:30 Uhr.
Nachdem wir alles gepackt und im Auto verstaut haben, gehen wir ins Office, um das Zimmer zu bezahlen und den Schlüssel abzugeben.
Die nette, etwas ältere Dame fragt uns freundlich, ob uns das Zimmer zugesagt habe und wir antworten ihr, wie es im Smalltalk erwartet wird, ja, es sei ein hübsches ruhiges Zimmer.
Bei strahlend blauem Himmel fahren wir um 09:30 Uhr los Richtung Brooks und bemerken schnell, dass wir in die falsche Richtung fahren. Doch da hier alle Strassen schachbrettartig angelegt sind, müssen wir nur 3x abbiegen und fahren schon in die richtige Richtung.
Der weitere Weg nach Norden finden wir problemlos. Schnurgerade zieht sich das Asphaltband durch die Prärie und das Verkehrsaufkommen ist gering. Zunächst begleiten uns die bewässerten Weizenfelder, dann werden die Abstände der Farmen und Ranchen immer grösser und endlose Getreidefelder welche sich übergangslos bis zum Horizont erstrecken säumen unseren Weg.

Nach etwa 1,5 Stunden Fahrt erreichen wir das Städtchen Brooksmit seinen ca. 13'000 Einwohnern und ca. 26 Kirchen.
Da Dani gestern Abend in einem Prospekt ein geeignetes Hotel ausfindig gemacht hat, fahren wir mit Hilfe des GPS dort hin. Doch mir passt das Heritage Inn nicht so recht und bitte Dani nochmals etwas zurück zu fahren, denn ich habe auf dem Weg eines gesehen, welches mir mehr zugesagt hat, da dort jedes Zimmer einen eigenen Eingang hat.
Das Zimmer im Tell-Star Motel. kostet inkl. continentales Frühstück nur 64$ und Dani ist mit meiner Wahl einverstanden.
Nachdem wir uns im Zimmer eingerichtet haben, inzwischen geht das blitzartig, fahren wir zuerst ins Visitor Infocenter, um uns mit Info Material über die Badlands und den Dinosaur Provincial Park einzudecken.
Im Infocenter gibt es ein kleines Museum mit allerlei Dingen aus alten Zeiten, so z.B. alte Grammophone, Filmkameras, Klaviere, Utensilien aus einem Krankenhaus und einer Zahnarztpraxis u.s.w.
Anschliessend fahren wir zum 48 km entfernten liegenden Dinosaur Provincial Park.
Dieser neun Quadratkilometer grosse Urwelt-Park  gehört zu den bedeutendsten und reichsten Fossilienfundstätten der Welt. Im Jahr 1979 wurde er wegen seiner beeindruckenden Landschaft und den Fossilienfunden zum UNESCO-Welterbe erklärt.
Hier wurden Versteinerungen von über 30 verschiedenen Saurierarten freigelegt und Überreste von prähistorischen Krokodilen, Schildkröten, Fischen und fliegenden Reptilien gefunden.  Eindrucksvoll ist auch die Landschaft, in der sich der Red Deer River ein über 100 m tiefes Flussbett gegraben hat. Bunt gefärbt - von rötlich-schwarz bis hellgrau und weiss - leuchten die spärlich bewachsenen, von Wind und Wetter ausgewaschenen Badlands im Sonnenlicht. Stellenweise glaubt man sich in eine karge Mondlandschaft versetzt.
Am Eingang zum Park gibt es ein Info Center und etwa 50m davon entfernt ein Service Center welches wir zuerst besuchen, in der Hoffnung etwas für unser leibliches Wohl zu bekommen. Doch ausser ein paar Sandwiches und Hamburger bekommt man hier nichts. Dani holt sich ein Sandwich und ich bestelle einen Dino Hamburger, welcher von einem Jüngling, wir schätzen ihn auf etwa 20 Jahre, zubereitet wird. Ein Genuss ist es leider nicht, doch es füllt den Magen.

Gesättigt fahren wir die Public Loop Road entlang, auf welcher man nur in eine Richtung fahren kann. Der Weg ist naturbelassen und daher sehr holprig, doch für unser Auto kein Problem. Überwältigt vom Anblick der Erosionslandschaft haben wir die Abzweigung des Badlands Trail verpasst und fahren deshalb nochmals eine Runde. Beim zweiten Anlauf hat's dann geklappt. Zu Beginn des 1,5 km langen Trails weht noch ein leichter Wind aber plötzlich ist es windstill und wird ziemlich heiss. Auf dem Trail begegnen wir auch nur wenigen Touristen. Auf einer Infotafel lesen wir, dass es durchaus möglich ist Schlangen, Skorpionen und Spinnen zu begegnen, wovon wir glücklicherweise verschont blieben. Beeindruckt sind wir aber trotz der Hitze, es sind bestimmt schon über 40°C, von den verschieden farbigen Steinhügeln und den eigenwillig geformten Hoodoos (durch eine Steinkappe vor Verwitterung geschützten Sandsteintürmchen).


Zurück im Auto lassen wir die Klimaanlage auf Hochtouren laufen. Was für eine Wohltat! Wir fahre zurück zum Visitor Centre und besuchen dort die Ausstellung, welche zwar kleiner ist, als die im Royal Tyrell Museum, aber auch sehenswert und interessant ist.
Vor unserer Heimfahrt halten wir am Viewpoint an, wo man einen herrlichen Ausblick über das  Tal des Red Deer River hat.

Nach einer wohltuenden Dusche und einem bescheidenen Nachtessen in der nahegelegenen Pizzeria fordert der Körper sein recht!

 

 

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