1. Tag Olten - Vancouver

 2. Tag Vancouver

 3. Tag Vancouver

 4. Tag Vancouver

 5. Tag Vancouver - Whistler

 6. Tag Whistler

 7. Tag Whistler - Lillooet

 8. Tag Lillooet - Kamloops

 9. Tag Kamloops - Clearwater

10. Tag Clearwater- Jasper

11. Tag Jasper

12. Tag Jasper

13. Tag Jasper -Lake Louis

14. Tag Lake Louis

15. Tag Lake Louis - Banff

16. Tag Banff

17. Tag Banff - Fort Macleod

18. Tag Ausflug Waterton NP

19. Tag Fort Macleod- Lethbridge

20. Tag Lethbridge - Brooks

21. Tag Brooks - Drumhelle

22. Tag Drumheller

23. Tag Drumheller - Leduc

24. Tag Ausflug Edmonton

25. Tag Leduc - Red Deer

26. Tag Red Deer - Calgary

27. Tag Calgary

28.Tag Calgary

29. Tag Calgary - Olten

 

 

 

 

31. Juli 2007 Broks - Drumheller

Da ich gestern Abend meine Zahnbürste vermisst habe und wir noch Wasser und Marken brauchen, gehen wir vor unserer Weiterreise nach Drumheller noch in den IGA Store (Supermarktkette), wo man alles bekommt ausser Alkohol.
Wir haben gestern auf der Strassenkarte noch nachgeschaut, wie wir am schnellsten nach Drumheller kommen.
Zuerst fahren wir auf dem Hwy. 1 Richtung Westen und dann geht es auf dem Hwy. 56 schnurgerade hinauf nach Norden bis Drumheller. Doch es kommt anders als geplant. Auf dem Hwy. 1 kommen wir schnell voran, doch kurz nachdem wir auf dem Hwy. 56 fahren steht plötzlich ein Mann mit einem Schild in der rechten Hand am Strassenrad, worauf „slow“ geschrieben steht.
In Canada gibt es keine Baustellenampeln. Da wird noch alles von "Hand" gemacht. Am Anfang der Baustelle steht ein Mann, oder manchmal auch eine Frau, die ein Schild alle 5 min. rumdrehen und so den Verkehr regeln. Eine Baustelle also - wir fahren langsam weiter. Erstaunt sind wir, als wir bemerken, dass dieser Mann am linken Arm einen Gips hat. Doch für diese Tätigkeit reicht ein Arm vollkommen aus. Kurz darauf sehen wir eine Tafel, worauf geschrieben steht, dass es auf den nächsten 50 km Baustellen hat. Wenn wir auf dieser Strecke tatsächlich nur mit maximal 30 km/h fahren können, kommen wir wahrscheinlich erst am Abend in Drumheller an. Doch kurz darauf ist die Geschwindigkeitsbeschränkung auch schon wieder aufgehoben.
Doch wir haben uns zu früh gefreut, denn bald schon kommen wir zur nächsten Baustelle, wo wir sogar anhalten und warten müssen. Eine Weile später fährt ein Auto vor die wartende Kolonne, ein Safety Car. Wir fahren langsam diesem „Bremsklotz“ hinterher, bis er auf einmal abbiegt und wir das Gaspedal wieder runter drücken können, nichts wie weg von hier.
Die Strasse verläuft wieder schnurgerade aus, links und rechts der Strasse sind Kornfelder, Rinderherden und zur Abwechslung Ölfördertürme zu sehen. Wir fahren über den Red Deer River, welcher aber eher braun als red ist und fahren und fahren und auf einmal wird das Land etwas hügeliger, wir haben die Badland vor uns.
Die zerklüfteten Sandsteinformationen mit ihren spektakulären Farbgebungen, die zwischen schwarzen/blauen Kohleschlieren und gelben/rötlichen Lehmablagerungen abwechseln, lassen sie wie Kunstwerke aussehen.
So haben wir Drumheller doch noch vor dem Abend erreicht.
Dieses Städtchen mit seinen ca. 8000 Einwohnern ist ganz auf Dinosaurier eingestellt. Hier steht das grösste Dinosaurier-Modell der Welt und in seinem Inneren gibt es Stufen, die zu einer Aussichtsplattform im Mund des Sauriers führen. Von über 26 m Höhe kann man zwischen den Zähnen die Stadt Drumheller und die umliegenden Badlands erspähen.
Wieder einmal mehr gehen wir auf Zimmersuche. In unserem ausgewählten Motel, welches am Red Deer River liegt und uns sehr zugesagt hätte gibt es leider kein freies Zimmer mehr. Die freundliche Dame im nächsten Motel bietet uns ein Zimmer für eine Nacht an, aber wir wollen 2 Nächte hier verbringen und fahren mit einem Hauch von Panik, keine Bleibe zu finden, zum nächsten Motel auf unserer Liste.

 

Im Drumheller Inn haben wir Glück, doch können wir uns das Zimmer erst um 16:00 Uhr anschauen und die nette Lady schlägt uns vor, das Zimmer bis dahin zu reservieren, was wir dankend annehmen.

 

 

Inzwischen ist es bereits 13:00 Uhr und die Suche nach einem Zimmer macht hungrig, also gehen wir zuerst mal was essen. Gesättigt laufen wir zurück zu unserem Auto und kommen auf dem Weg dorthin an einem Coffee-Shop vorbei, wo ich mir einen Cappuccino hole. Es ist zwar kein Starbucks, aber der Kaffee ist annähernd so gut.
Die verbleibende Zeit bis zum Zimmerbezug nutzen wir, für einen ersten Besuch
im Royal Tyrrell Museum, wobei wir uns zuerst erkundigen, ob wir mit der Eintrittskarte auch später am Abend nochmals rein können, da das Museum bis 21:00 Uhr geöffnet hat. Selbstverständlich können wir am gleichen Tag mehrmals rein und raus, erklärt uns der junge Herr an der Kasse.
Das Museum ist zu dieser Zeit überaus gut besucht und die vielen schreienden und quäkenden Kinder machen es uns nicht leicht, die Ausstellung in Ruhe anzuschauen.


Um 16:00 Uhr sind wir wieder zurück im Motel und beziehen das Zimmer, ohne es vorher besichtigt zu haben. Da es aber sicher schwierig sein könnte zu dieser Zeit etwas anderes zu finden, lassen wir uns überraschen. Das Zimmer ist im 5. Stock, sauber, zweckmässig eingerichtet und wir haben einen tollen Blick auf den grössten Dino der Welt, aber auch auf die Strasse und die Eisenbahnlinie. was uns zu dieser Zeit noch nicht stört. Gleich neben dem Hotel gibt es einen IGA Store, welcher 24 Stunden geöffnet hat und beim Eingang ist ein Dinosaurier zu sehen, welcher seinen Kopf durch die  Gebäudemauer streckt.
Nachdem wir unser Zimmer eingerichtet haben machen wir nochmals den Versuch das Museum ohne Gedränge und Kindergeschrei zu durchlaufen.
Das Royal Tyrrell Museum of Palaeontology ist ein weltweit bekanntes paläontologisches Museum. Sein Schwerpunkt liegt auf den zahlreichen Fossilienfunden aus den Kanadischen Badlands.

Das Museum ist nach dem Geologen Joseph Burr Tyrell benannt, dem Entdecker von Dinosaurierfossilien in der Region. Es wurde 1985 als Tyrrell Museum of Palaeontology eröffnet und erhielt 1990 den Namen Royal Tyrrell Museum of Palaeontology.

Zunächst beginnt man mit einer virtuellen Reise durch die verschiedenen Erdzeitalter, bevor man vor den grossen Skeletten und Knochen-Nachbildungen der Dinosaurier steht.
Unter den Ausstellungsstücken befinden sich 40 vollständige Dinosaurierskelette, die weltweit grösste Sammlung dieser Art. Darunter ist auch Tyrannosaurus Rex, einer der grössten fleischfressenden Dinosaurier, und Albertosaurus, dessen Fossilien erstmals von Tyrell gefunden wurde, zu bestaunen. Weitere Ausstellungsstücke sind eine grosse Anzahl von Fossilien aus dem Burgess-Schiefer von den kanadischen Rocky Mountains.

Obwohl alles sehr interessant und spannend ist tun uns nach bald 3 Stunden Museumsbesuch doch die Füsse weh und ein kleines Hüngerchen macht sich bemerkbar.
Wir gehen zurück ins Hotelzimmer und kaum sind wir dort angekommen hören wir ein lautes Pfeifen....was kann das wohl sein. Wir gehen auf den kleinen Balkon und sehen von Weitem einen Zug im Anrollen. Schnell hole ich die Filmkamera heraus und komme gerade rechtzeitig, um den fast unendlich langen Zug filmisch festzuhalten. Kaum ist der letzte Wagon an uns vorbei gerollt ist die Kassette auch zu ende. Da habe ich wieder mal Glück gehabt.

Unsere Beine sind müde, deshalb gehen wir im hoteleigenen Restaurant essen. An einem langen Tisch sitzen etwa 15 Gäste, welche den 25. Geburtstag einer jungen hübschen Frau feiern, sonst gibt es kaum Gäste. Die etwas rundliche Kellnerin bringt uns die Menükarte und empfiehlt das Buffet à discrétion, für welches wir uns dann auch entscheiden. Doch wir sind ziemlich enttäuscht, denn erstens sind die Teller nicht warm und zweitens ist das Essen  kurz vor dem erkalten.
Bevor wir uns nach diesem anstrengenden Tag schlafen legen machen wir noch einen kurzen Besuch an der Hotelbar, um unseren Ärger über das Nachtessen mit einem Drink runter zu spülen.

 

 

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