1. Tag Olten - Vancouver

 2. Tag Vancouver - Parksville

 3. Tag Parksville - Campbell River

 4. Tag Campbell River - Port Hardy

 5. Tag Port Hardy - PrinceRupert

 6. Tag Prince Rupert - Terrace

 7. Tag Terrace - Stewart - Hyder

 8. Tag Stewart - Dease Lake

 9. Tag Dease Lake - Watson Lake

10. Watson Lake

11. Tag Watson Lake - Whitehorse

12. Tag Whitehorse - Dawson City

13. Tag Dawson City

14. Tag Dawson City - Whitehorse

15. Tag Whitehorse

16. Tag Whitehorse

17. Tag Whitehorse - Watson Lake

18. Tag Watson Lake - Fort Nelson

19. Tag Fort Nelson - Fort St. John

20. Tag Fort St. John - Dawson Creek

21. Tag Dawson Creek - Chetwynd

22. Tag Chetwynd - Prince George

23. Tag Prince George - Quesnel

24. Tag Quesnel - Williams Lake

25. Tag Williams Lake-100 Mile House

26. Tag 100 Mile House - Lytton

27. Tag Lytton - Vancouver

28. Tag Vancouver

29. Tag Vancouver - Olten

 

Samstag 1. August 2009

Happy Birthday Switzerland

Heute Morgen kommen wir wieder mal in den Genuss eines Gratis-Frühstücks. Das winzige "Restaurant" ist um 08:00 Uhr schon gut besetzt. Wir erobern uns einen Platz neben zwei fettleibigen Typen, welche gerade eine Banane verschlingen, doch um diese Leibe satt zu bekommen braucht es bestimmt mehr.
Wir begnügen uns mit Toast, Philadelphia, Müesli, O-Saft und Kaffee.
Bei strahlendem Wetter und 23°C brechen wir nach dem Frühstück auf.
Unseren Nationalfeiertag wollen wir vollends dem Dörfchen Barkerville widmen, welches uns an Ballenberg erinnert.

Bild hier vergrössern

Barkerville ist eine authentisch wiederaufgebaute Siedlung aus der Zeit des Goldrausches. Um 1860 lebten hier Tausende von Einwohnern. Mit dem Nachlassen der Goldfunde verkam Barkerville aber langsam zur Geisterstadt.

Um 1958 beschloss die Provinzregierung ein umfangreiches Restaurierungs- und Wiederaufbauprogramm, was die Goldgräberstadt wieder im alten Glanz erstehen liess.
Heute ist Barkerville ein lebendiges Museum. Die Angestellten sind kostümiert und spielen auf den Gassen Szenen aus dem damaligen Leben vor.

Als wir um 10:00 Uhr in Barkerville eintreffen ist der recht grosse Parkplatz schon halb voll. Nachdem wir die 13,50 $ bezahlt haben bekommen wir ein Infoblatt auf Deutsch, einen Routenplan auf Englisch und wir dürfen eintreten. Zu unserem Erstaunen hat es aber wenig Touristen. Nichtsdestotrotz ist Dani von der Gruppe, die vor uns reinkam, ganz entzückt.

Die aus über 125 historischen Gebäuden wiederhergestellten Stadt lässt uns in den Gold-Rausch von 1862 zurückversetzen. Barkerville war zu dieser Zeit die größte Stadt nördlich von San Francisco und westlich von Chicago.

Wir schlendern durch die staubige Hauptstrasse oder auf den Holzstegen entlang und sehen uns das ein oder andere Haus, mit seinen Zimmern und deren Originalinhalten an.


Schmiede, Krämerladen, Theater und Post werden betrieben wie vor hundert Jahren und wer will, kann im Stile des 19. Jahrhunderts in einem der 3 Hotels übernachten oder sich in historischer Robe im viktorianischen Fotostudio ablichten lassen.

 

 

Kurz vor Mittag gelangen wir zum Wasserrad an der Goldmiene. Zwei Schauspieler, der Minenbesitzer und sein Ingenieur, versuchen die Zuschauer als Teilhaber der Mine zu gewinnen. Aber nachdem zum Schluss doch noch Gold gefunden wird, wollen sie nicht mehr verkaufen - ein herrlicher Spass.

 

 



Inzwischen ist es Zeit fürs Mittagessen. In den zahlreichen Restaurants und Saloons kann man wie zu Goldrauschzeiten essen. Wir entscheiden uns für Kelly Saloon, wo wir ein ausgezeichnetes Chili im Sourdough (Sauerteigbrot) bestellen. Es gelingt uns aber nicht diese riesige Portion zu vertilgen.
Vollgefr....laufen wir weiter bis Chinatown am Ende des Dorfes. Auf den Strassen sind überall Schauspieler unterwegs und Pferdekutschen fahren an uns vorbei.

 

 

 

 

 

 

Und siehe da - sogar eine Schweizerfahne haben sie aufgehängt. Welch eine Freude am Geburtstag der Eidgenossenschaft. Wir hätten auch in der Dorfschule an einer Unterrichtslektion teilnehmen, in der Kirche den Gottesdienst besuchen oder uns eine stündige Theatervorstellung ansehen können. Doch bei diesen Temperaturen, in einem unklimatisierten Raum eng beisammen zu sitzen ist sicher kein Vergnügen. Und so haben wir uns das erspart.

Die Zeit fliegt nur so dahin und es wird Zeit Abschied zu nehmen, denn wir müssen noch 200 km fahren bis Williams Lake. Doch ich will hier nicht weg ohne ein selbstgemachtes Glace. Die Auswahl ist gross im Frank J. McMahon`s Confectionery und die etwas ältere, pummelige Dame füllt mir das Cornetto mit Kirsch- und Schoggi-Glace bis nichts mehr draufgeht.
So gegen 18:00 Uhr kommen wir dann in Williams Lake an und es geht darum eine Bleibe für diese Nacht zu finden. Zwei Inn`s kommen für uns in Frage und wir wählen das aus, welches uns von aussen den besseren Eindruck macht und nebendran ein Gartenbeizli hat.
Das Williams Inn ist zwar aussen fix, doch innen nix und das Restaurant nebenan schliesst um 19:00 Uhr, weil nicht viel los ist, wie uns die junge Bedienung erklärt.
Auch das angepriesene high-speed-Wireless funktioniert wie schon so oft auch nicht. Nachdem wir uns an der Lobby beschwert haben, bringt uns die hilfsbereite, junge Angestellt ein Modem ins Zimmer. Das ist dann auch der einzige Komfort in dieser Bude.
Dani`s "tröstender" Kommentar: Es ist ja nur für eine Nacht und im Militär sind die Unterkünfte noch schäbiger!

 

 

nach oben