1. Tag Olten - Vancouver

 2. Tag Vancouver

 3. Tag Vancouver

 4. Tag Vancouver

 5. Tag Vancouver - Whistler

 6. Tag Whistler

 7. Tag Whistler - Lillooet

 8. Tag Lillooet - Kamloops

 9. Tag Kamloops - Clearwater

10. Tag Clearwater- Jasper

11. Tag Jasper

12. Tag Jasper

13. Tag Jasper -Lake Louis

14. Tag Lake Louis

15. Tag Lake Louis - Banff

16. Tag Banff

17. Tag Banff - Fort Macleod

18. Tag Ausflug Waterton NP

19. Tag Fort Macleod- Lethbridge

20. Tag Lethbridge - Brooks

21. Tag Brooks - Drumheller

22. Tag Drumheller

23. Tag Drumheller - Leduc

24. Tag Ausflug Edmonton

25. Tag Leduc - Red Deer

26. Tag Red Deer - Calgary

27. Tag Calgary

28.Tag Calgary

29. Tag Calgary - Olten

 

 

 

 

5. August 2007 Red Deer - Calgary

Wir verabschieden uns von Red Deer und begeben uns auf die letzte Etappe von unserer Reise, nämlich nach Calgary.
Am Rand der westlichen Prärie, wo die Vorberge der Rocky Mountains den Horizont einzuschränken beginnen, erhebt sich Calgarys Downtown als glänzendes Monument aus Stahl und Glas. Kompakt und ohne Übergänge schiessen die Türme himmelwärts. Hier ist alles modern, jung und blitzblank. Es sieht aus, als wäre sie gerade eben frisch ausgepackt worden.
Calgary ist eine junge Stadt. 1875 errichtete die North West Mounted Police ein Zeltcamp am Zusammenfluss von Bow und Elbow River, um den Weg für die nach Westen drängenden „homesteaders“ zu ebnen und den Whiskyhändlern das Handwerk zu legen, die von Montana aus vorgedrungen waren, um von den Indianern Bisonhäute gegen Feuerwasser einzutauschen. Das Wachstum begann 1883, als die Eisenbahnstrecke Calgary erreichte. 1893 - aus den 600 Einwohnern von 1983 waren inzwischen 2000 geworden -erhielte Calgary das Stadtrecht.
Der eigentliche Aufschwung begann 1914 mit den Ölfunden im Turner Vally südwestlich von Calgary. Infolge des steigenden Ölpreises in den 1970er Jahren schossen die Bürotürme wie Pilze aus der Erde. Das „Manhatten“ in der Prärieentstand. 1982 waren aus den 4000 Einwohnern von 1914 über 600 000 geworden.
Die Olympiade 1988 brachte nochmal neuen Aufschwung und internationale Bekanntheit. Vieles erinnert noch daran, so z.B. die Olympic Plaza oder der Canada Olympia Park. Heute sind Tourismus und High.-Tech-Industrie die Wachstumsbranche Der Zuzug in die Metropole hält ununterbrochen an, 1994 wohnten bereits 725 00 Menschen in Calgary.
Dort angekommen machen wir uns erst mal mit Hilfe des GPS auf die Suche nach einem günstigen Hotel, das möglichst auf all unsere Bedürfnisse abgestimmt ist, da wir die restlichen 3 Nächte dort verbringen wollen.
Wir entscheiden uns für das Point Inn, welches zwar etwas ausserhalb der Stadt liegt, dafür aber recht preisgünstig ist.
Die ältere Dame an der Rezeption gibt uns den Schlüssel, damit wir das Zimmer besichtigen können, was uns nur recht ist. Wir betreten das Zimmer und stellen fest, dass in diesem Zimmer nur ein Bett steht und wir 2 Personen sind. Wir machen rechtsumkehrt zurück in die Lobby. Nach unseren Einwänden zum Zimmer entschuldigt sich die Dame mit einem etwas fremdländischen Akzent und gibt uns einen anderen Schlüssel und dazu die Fernbedienung für den Fernseher. Da wir ein Zimmer mit Mikrowelle, Kühlschrank und Kaffeemaschine haben wollen und leider auch in diesem Zimmer nichts davon zu entdecken ist, gehen wir zum 2. Mal runter und bevor wir etwas sagen können, erklärt sie uns, dass der Kühlschrank und die Mikrowelle demnächst geliefert werden. Eine Kaffeemaschine ist leider nicht verfügbar. Doch damit können wir leben, denn der Preis ist günstig.
Das Hotel ist einfach und das Restaurant erinnert mich an eine einfache Buräbeiz.
Es ist inzwischen schon 13:00 Uhr und gleich neben dem Hotel ist das Danny's, ein Fast Food Restaurant, wo wir etwas kleines Essen wollen. Doch es ist Sonntag und rammelvoll, also versuchen wir unser Glück im Hotel. Auf der Karte entdecke ich Dry Rips, welche Dani gestern in Red Deer gegessen hat und ich etwas neidisch war, dass er so gut gewählt hatte. Deshalb fiel mir die Wahl heute Mittag nicht schwer.
Gesättigt fahren wir nun in die Stadt. Es ist Sonntag und hat wenig Verkehr. Mit Hilfe des GPS suchen wir das Visitorcenter, welches im Reiseführer beschrieben ist, doch leider treffen wir dort nur auf eine Ruine. So suchen wir uns einen Parkplatz, um danach die Stadt zu Fuss zu erkunden.
Wir haben Glück und finden nahe Downtown ein nicht allzu teures Plätzchen für unser Auto. Als wir per pedes vom Parkplatz in die nächste Strasse einbiegen ist diese mit einem rot-weissen Band abgesperrt und am Anfang und Ende dieser ca. 400 Meter langen Strasse stehen je drei Polizeiautos mit sich drehenden rot-blauen Lichter. Wir fragen uns, was hier wohl geschehen ist. Ich wage es unter der Absperrung durch zu gehen, um die Situation von Nahem betrachten zu können. Dani will mich aufhalten, doch meine Neugierde ist grösser. Da ich von der Polizei nicht angehalten werde, kommt Dani nach. Wir sehen ein paar verbeulte Autos am Strassenrand und zwei weitere vollkommen demolierte Autos, eines auf dem Trottoire und das andere mitten auf der Strasse. Der Unfall muss schon vor ein paar Stunden passiert sein, denn ausser der Polizei sind nur ein paar wenige Gaffer, wie wir, zu sehen. Mit all unseren detektivischem „Know How“ gelingt es uns aber nicht die Situation zu eruieren und so verlassen wir diesen Schauplatz in der Hoffnung heute Abend Näheres in den Nachrichten zu erfahren.
Ziellos laufen wir erst mal in der Stadt umher, da wir bis jetzt noch keinen tauglichen Stadtplan besitzen und treffen so auf die Stephen Avenue, wo zurzeit auch tote Hose ist, denn es ist Sonntag und alle Geschäfte sind geschlossen.
Doch wir haben noch 2 Tage zur Verfügung und somit auch morgen noch Zeit diesen Teil zu besichtigen, welcher den Eindruck vermittelt, vorwiegend Touristen zu unterhalten. An dieser Strasse liegt auch der Calgary Tower. Wir erkundigen uns gleich über die  Öffnungszeiten und die Preise und gleichzeitig ergattere ich noch einen brauchbaren Stadtplan. Nun sind wir für den morgigen Tag gerüstet.
Es ist inzwischen schon 18:00 Uhr und wir beschliessen erst mal zurück ins Hotel zu gehen, denn wir haben doch ein paar Kilometer hinter uns.
Auf der Heimfahrt führt uns das GPS an eine Baustelle, wo kein Durchkommen ist, und so müssen wir uns den Weg aus der Stadt selber suchen. Schliesslich kommen wir  hungrig und etwas müde im Hotel an. Da in diesem Quartier nicht viel los ist,  machen wir es uns nach einem üppigen Abendessen in unserem Zimmer gemütlich, stellen den Fernseher an, um uns zu informieren, was  diesen Autounfall herbeigeführt hat, welchen wir heute Morgen gesehen haben. und schlafen früh ein, um Energie für den nächsten Tag zu tanken.

 

 

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