1. Tag Olten - Vancouver

 2. Tag Vancouver

 3. Tag Vancouver

 4. Tag Vancouver

 5. Tag Vancouver - Whistler

 6. Tag Whistler

 7. Tag Whistler - Lillooet

 8. Tag Lillooet - Kamloops

 9. Tag Kamloops - Clearwater

10. Tag Clearwater- Jasper

11. Tag Jasper

12. Tag Jasper

13. Tag Jasper -Lake Louis

14. Tag Lake Louis

15. Tag Lake Louis - Banff

16. Tag Banff

17. Tag Banff - Fort Macleod

18. Tag Ausflug Waterton NP

19. Tag Fort Macleod- Lethbridge

20. Tag Lethbridge - Brooks

21. Tag Brooks - Drumheller

22. Tag Drumheller

23. Tag Drumheller - Leduc

24. Tag Ausflug Edmonton

25. Tag Leduc - Red Deer

26. Tag Red Deer - Calgary

27. Tag Calgary

28.Tag Calgary

29. Tag Calgary - Olten

 

 

 

 

6. August 2007 Calgary

Dies ist unser vorletzter Tag auf unserer Reise.
Da es im Zimmer keine Kaffeemaschine gibt muss einer von uns im Restaurant Kaffee holen und wer tut das wohl....? selbstverständlich ich. Eine junge, rausgeputzte Kellnerin giesst den Kaffee, welcher auch hier aus viel Wasser und wenig Kaffee hergestellt wird,  aus einem Thermoskrug in die Pappbecher. Milch und Zucker darf ich dann soviel nehmen, wie ich möchte.
Nach der Morgentoilette, es ist schon bald 09:00 Uhr gehen wir nochmals einer diesen schwachen Kaffees trinken und lesen die Morgenzeitung, worin wir auch entdecken, dass das, was wir gestern sahen nicht nur ein Unfall war, sondern auch noch eine Schiesserei und das mitten im stillen, sauberen und ländlich erscheinenden Calgary. Es ist eben doch eine Grossstadt.

Gestern Abend haben wir uns noch die Stadtkarte angeschaut und beschlossen als erstes einen Bummel durch den beschaulichen Eau Claire Market zu machen, wo wir unser Auto zu einem günstigen Preis stehen lassen können. Der farbenfrohe Komplex verfügt nebst einigen Restaurants und Fast Food Theken über viele originelle Läden und Marktstände mit frischem Obst und Gemüse.
Hübsche kleine Geschäfte reihen sich aneinander. Nahe dem Osteingang befindet sich ein Mounty-Laden. Hier kann man fast alles erstehen, was zu einem Mounty der RCMP gehört. Wenige Geschäfte weiter steigen uns fremdartige Gerüche in die Nase – ein Gewürzladen mit exotischen Gewürzen, von denen wir noch nie etwas gehört haben. Wer als Cowboy gelten will, kann sich im Geschäft gegenüber das passende Outfit zusammenstellen.
Langsam bekomme ich Hunger und da es im Mal eine grosse Auswahl an feinen Sachen gibt, fällt mir die Wahl nicht einfach. Ich entscheide mich für ein warmes Sandwich. Man kann zwischen etlichen Brotsorten, verschiedenen Auflagen wie Gemüse oder Fleisch und diversen Saucen wählen. Schlussendlich bekomme ich ein lauwarmes Brot mit eiskalter Auflage, also keinen falls das, was ich mir vorgestellt habe. Hat der asiatisch aussehende „Koch“ mich vielleicht nicht richtig verstanden?
Nachdem wir das „warme Sandwich“ auf einer Bank sitzend verzehrt haben, besuchen wir die danebenliegende Chinatown, welche uns jedoch nicht weiter sehenswert erscheint. Ausser ein paar asiatisch aussehenden Gebäuden und jede Menge chinesischen Touristen gibt es nicht viel zu sehen.
In Downtown verbinden in viereinhalb Meter Höhe verglaste Brücken die Malls und Bürotürme über die Strassen hinweg, die sogenannten Skywalks, damit man nun wirklich nicht ins Freie muss. Beinah 5 Kilometer lang ist das im Sommer wie im Winter wohltemperierte Wegnetz.
Doch bei diesem herrlichen Wetter ziehen wir es vor auf dem Walking Trail, welcher im Stadtplan eingezeichnet ist, zur autofreien Stephen Avenue zu schlendern. Heute ist hier deutlich mehr Betrieb, als gestern.

Um uns einen besseren Überblick von der Stadt zu verschaffen, steuern wir zunächst den 191 m hohen imposante Calgary Tower (Fernsehturm) an.

Vor 1971 wurde er The Husky Tower genannt. Der 3,5 Mio. kanadische Dollar teure Turm ist ein Joint Venture der beiden Gesellschaften Marathon Realty Company Limited und Husky Oil. Unter dem Namen Husky Tower taucht er teilweise auch heute noch auf. Sein Treppenhaus hat 802 Stufen.
In einer guten Minute rauschen wir zum Observationdeck hoch. Oben angekommen ist die Aussicht grandios: im Osten die endlose Prärie, im Westen die schneebedecktem Rocky Mountains und unter uns die City Skyline.
Ein Teil der Aussichtsplattform, von der man einen guten Blick über die Stadt hat, ist seit 2005 mit einem gläsernen Boden ausgelegt, sodass das Gefühl des Schwebens über dem Erdboden vermittelt wird. Dieses spektakuläre Gefühl, 525 feet direkt über der Stadt zu stehen, muss Dani sofort ausprobieren. Mir wird nur schon beim Zuschauen schwindlig. Dani möchte aber unbedingt ein Foto von mir machen, wie ich auf der gläsernen Plattform stehe. Da ich nicht ganz schwindelfrei bin, kann ich diese nur mit geschlossenen Augen betreten. Dani hat sich dabei prächtig auf meine Kosten amüsiert.
Na, warte....!
Die  Erde nun wieder aus 1,60 m Höhe zu betrachten, ist für mich äusserst beruhigend.
Nach diesem aufregenden und beeindruckenden  Abenteuer habe ich mir ein Bierchen verdient. Wir setzen uns in eines der vielen Restaurants an der Stephen Avenue, der sechs Häuserblocks langen Flaniermeile und beobachten die vorbeiziehenden Menschen und geniessen dabei die wärmende Sonne. Nachdem wir uns satt gesehen haben geht’s weiter zum Olympic Plaza, welcher 1986/1987 ursprünglich für die Medaille Präsentation während den Olympischen Winterspiele 1988 erbaut wurde. Heute finden dort regelmässig kulturelle Anlässe statt. Den Platz umrahmt ein sehenswerter Architekturmix und auf der östlichen Seite steht als kontrastreiche Einheit das alte Backstein-Rathaus. Wir setzen uns auf eine Bank und geniessen die Ruhe mitten in der Grossstadt. Etwas später laufen wir nochmals die Stephan Avenue entlang und beschliessen zum Nachtessen hier in der Stadt zu bleiben. Nach einem saftigen Steak mit Pommes und einem Eis zum Dessert fahren wir zurück ins Hotel, um uns auf den letzten Tag vorzubereiten.

 

 

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