1. Tag Olten - Vancouver

 2. Tag Vancouver

 3. Tag Vancouver

 4. Tag Vancouver

 5. Tag Vancouver - Whistler

 6. Tag Whistler

 7. Tag Whistler - Lillooet

 8. Tag Lillooet - Kamloops

 9. Tag Kamloops - Clearwater

10. Tag Clearwater- Jasper

11. Tag Jasper

12. Tag Jasper

13. Tag Jasper -Lake Louis

14. Tag Lake Louis

15. Tag Lake Louis - Banff

16. Tag Banff

17. Tag Banff - Fort Macleod

18. Tag Ausflug Waterton NP

19. Tag Fort Macleod- Lethbridge

20 Tag Lethbridge - Brooks

21. Tag Brooks - Drumheller

22. Tag Drumheller

23. Tag Drumheller - Leduc

24. Tag Ausflug Edmonton

25. Tag Leduc - Red Deer

26. Tag Red Deer - Calgary

27. Tag Calgary

28.Tag Calgary

29. Tag Calgary - Olten

 

 

 

 

13. Juli 2007 Vancouver

Der heutige Tag ist ganz dem Stanley Park gewidmet und begrüsst uns mit Sonnenschein.
Nach unserem weak up Frühstück (3 Kaffees) machen wir uns auf die lange Reise. Nach ca. 10 km Autofahrt erreichten wir den 4 km2 grossen Park, wo man grossstädtischer Hektik rasch entfliehen kann.


Die von dichter Regenwaldvegetation bedeckte Landzunge zwischen English Bay und Burrard Inlet wurde bereits 1889, wenige Jahre nach der Gründung der Stadt Vancouver, als Erholungsraum reserviert und nach dem damaligen Gouverneur, Lord Stanley, benannt.
Wir stellen den Ford Escape auf einem Parkplatz ab und machen uns zu Fuss auf die Suche nach einem Restaurant, denn ich könnte nun ein Znüni brauchen. Doch leider sind um diese Zeit auf dieser Halbinsel noch alle Restaurants geschlossen. Es bleibt uns also nichts anderes übrig, als den grossen Park vorerst mit halb leerem Magen zu erkundigen.
Einen „Morgenspaziergang“ um den Beaver Lake ist unser erstes Ziel. Entgegen unserer Vorstellung ist vom See nicht viel zu sehen, denn das hohe Schilf und das wild wuchernde Gestrüpp verdeckt uns die Sicht. Doch dann plötzlich welch schöner Anblick. Ein dichter Teppich von rosa und weissen Seerosen überdeckt den See.
Bis zu diesen Stellen begegneten wir wenigen Parkbesuchern.


Unser nächster Stopp machten wir bei den Totempfählen, welche Replicas alter Totems der Haida-Indianer  aus dem Nordwesten von British Columbia sind. Sie gehören zu den unverzichtbaren Fotostopps. Trotz leerem Magen macht Dani eine gute Figur.

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Doch was riecht da meine Nase....Kaffeeeeee!!!! Sofort halte ich Ausschau nach einer Beiz, während Dani immer noch die indianischen Kunstwerke bestaunt. Ich erblicke ein Lädeli, welches geöffnet hat. Gibt es dort vielleicht auch etwas zu essen, frage ich mich.
Leider negativ :-( Wir begnügen uns mit einem Cappuccino, welcher aber so gross ist, dass danach auch kein Sandwich mehr Platz hätte.
„Gestärkt“ studieren wir nun die Karte und halten bei einer „Friedenspfeife“ Rat ab, wo wir als nächstes hingehen wollen. Mein Vorschlag vom Rosengarten wird angenommen, nur die Richtung, welche ich vorschlage, wird vom Häuptling nicht akzeptiert und die Beratung dauert noch eine Weile.
Auf dem Weg dorthin treffen wir endlich auch auf ein schon beinah voll besetztes, einladendes Gasthaus.
Erstaunlich, wie die Zeit vergeht. Der Cappuccino hat sich schon wieder aus dem Staub (Magen) gemacht., folglich können wir uns hier für eine Weile niederlassen, um uns erneut zu stärken.
Etwas später verlassen wir mit vollem Magen das Lokal. Gleich in der Nähe befindet sich der Rosengarten. Oh wie prächtig diese Rosen blühen und wie fein sie duften.......
Müdigkeit überkommt uns, deshalb suchen wir uns ein schattiges Plätzchen für unser
Mittagsschläfchen.
Nach etwa hundert Meter bietet sich eine Möglichkeit, die uns beiden zusagt. Für unser jetziges Vorhaben wäre die Decke von der Lufthansa, welche ich gerne mitgenommen hätte, ideal gewesen, doch Dani hielte mich damals davon ab. Nun, das Badetuch tut auch seine Dienste.


Nachdem wir aufwachen, wir haben etwa eine Stunde geschlafen, schauen wir uns noch etwas um und entdecken auf dem Baum gegenüber ein Eichhörnchen. Wahrscheinlich ist es sich Menschen gewohnt, denn es lässt sich beim verspäteten Mittagessen nicht stören und ich habe den Eindruck, als ob es sich absichtlich in Pose stellt, damit ich es knipsen kann. Danke!

Gestärkt durch Essen und Schlafen entschliessen wir uns nun zum Pazifik zu laufen.
Auf dem Weg dorthin kommen wir an einem originellen Kinderspielplatz vorbei, welcher aber heute Freitag bei beinah 30° nur spärlich besucht ist. Kurz entschlossen biete ich Dani eine kleine Abkühlung mit einer der zwei Feuerwehrspritzen an, doch er lehnt dankend ab, was für mich unerklärlich ist.

Durch Ebbe und die warmen Temperaturen sind die Steine am Ufer nicht mehr mit Wasser bedeckt und es riecht etwas streng. Wir beobachten eine clevere Möwe, welcher sich immer wieder  Muscheln vom Strand holt, hinauf fliegt, und sie danach auf einen Stein fallen lässt, damit die Muschel sich öffnet und  sie anschliessend den Inhalt genüsslich verzehren kann.

Wir laufen am Pazifik entlang bis zum Leuchtturm, denn dort hält der Gratisbus, mit welchem man um die ganze Insel fahren kann.
Da wir heute schon einige Kilometer marschiert sind und erst einen kleinen Teil der Insel gesehen haben, nehmen wir dieses Angebot gerne in Anspruch. shutle bus.jpg
Der nostalgische Shuttle Bus ist ziemlich voll, doch ganz hinten finden wir gerade noch ein freies Plätzchen.
Während der Rundfahrt gibt der Bus Driver zu einzelnen Punkten immer wieder Erklärungen ab.
So erzählt er z.B.. dass im Dezember letzten Jahres ein mächtiger Sturm die Insel verwüstete und viele Bäume zum umstürzen gebracht hat.
Nach dieser sehr informativen und etwas rumpligen Fahrt tut uns langsam das Sitzfeld weh und wir steigen in der Nähe, wo unser Auto steht, aus.
Auf der Rundfahrt haben wir uns ein paar Punkte gemerkt, die wir nun noch etwas genauer anschauen wollen.
Zuerst fahren wir zu dem imposanten Hollow Tree.

Im Park sind drei verschiedene Arten von Bäumen anzutreffen. Die Douglas Fir (Douglas Tannen), die Western Hemlock (westlicher Schierling) und die Red Cedar (rote Zeder)
Der Hollow Tree gehört zu den roten Zedern und ist mit ca. 700-800 Jahren der älteste und mit 17 Meter Umfang der grösste „Baum“ in diesem Park. Diese ist zwar „tot“, wahrscheinlich wurde er mal von einem Blitz getroffen, aber man hat den Eindruck, als sei er noch lebendig.

Mit einem Spaziergang durch den Rhododendron Garten zur  Lost Lagoon beenden wir den heutigen Ausflug.

Leider haben wir den Rhododendron Garten nicht in dieser Blütenpracht gesehen, da alle Blumen schon verblüht waren:-(
Doch dafür werden wir in der Lost Lagoon belohnt:-)

Nun fahren wir den weiten Weg durch Vancouver wieder ins Hotel zurück.
Da wir heute noch ein paar Karten verschicken wollen, müssen wir Marken kaufen, was sich als nicht einfach erweist. Die etwas pummelige Dame an der Rezeption hat uns gesagt, dass wir im Einkaufszentrum ganz in der Nähe welche bekommen. Also gehen wir dorthin und fragen, doch diese unwissende Verkäuferin schickt uns an die Tankstelle gegenüber.
Der etwas ältere Tankstellenwart erklärt uns mit einem Grinsen, dass dies eine Tankstelle sei und kein Einkaufszentrum. Wir geben auf und gehen etwas verärgert zurück ins Hotel, um uns für den Ausgang bereit zu machen.
Zum ersten Mal wollen wir nämlich heute mit Bus und Sky Train nach Vancouver fahren, um dort das Nachtleben zu geniessen.  Problemlos mit nur einmal umsteigen und einer gültigen Fahrkarte, welche wir selber am Automaten gelöst haben, erreichen wir das gewünschte Ziel.
An der Robson Street angekommen, machen wir uns auf die Suche nach einem geeigneten Restaurant, wo wir draussen sitzen können. Doch was für ein Pech, in allen Restaurants, welche uns zusagen, ist draussen nichts mehr frei, so begnügen wir uns mit einem Fensterplatz inside, mit Blick auf die Robson Street. Unglaublich, obwohl es abends nicht mehr so heiss ist, läuft in allen Restaurants die Klimaanlage auf Hochtouren. Zum Glück habe ich einen warmen Pulli mitgenommen, aber Dani hat nur ein kurzärmliges Hemd angezogen, also leihe ich ihm ab und zu meinen Pulli. Das Essen schmeckte dafür ausgezeichnet und wir leisteten uns auch eine Flasche Wein.
Als wir das Restaurant verlassen ist immer noch viel Betrieb auf der Robson Street. Viele, meist junge Leute laufen die Strasse rauf und runter und auch die super Boliden fahren die Strasse rauf und runter. Sehen und gesehen werden ist hier das Motto.
Ich entdecke einen Glace Stand und kann natürlich nicht widerstehen, denn ich habe heute Abend noch kein Dessert gehabt.
Damit wir den letzten Bus nicht verpassen müssen wir auf den Besuch eines  Nachtlokals verzichten. Als wir um 11:30 Uhr in unserem Hotel ankommen sind wir reif fürs Bett.

 

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