1. Tag Olten - Vancouver

 2. Tag Vancouver

 3. Tag Vancouver

 4. Tag Vancouver

 5. Tag Vancouver - Whistler

 6. Tag Whistler

 7. Tag Whistler - Lillooet

 8. Tag Lillooet - Kamloops

 9. Tag Kamloops - Clearwater

10. Tag Clearwater- Jasper

11. Tag Jasper

12. Tag Jasper

13. Tag Jasper -Lake Louis

14. Tag Lake Louis

15. Tag Lake Louis - Banff

16. Tag Banff

17. Tag Banff - Fort Macleod

18. Tag Ausflug Waterton NP

19. Tag Fort Macleod- Lethbridge

20 Tag Lethbridge - Brooks

21. Tag Brooks - Drumheller

22. Tag Drumheller

23. Tag Drumheller - Leduc

24. Tag Ausflug Edmonton

25. Tag Leduc - Red Deer

26. Tag Red Deer - Calgary

27. Tag Calgary

28.Tag Calgary

29. Tag Calgary - Olten

 

 

 

 

14. Juli 2007 Vancouver

Heute lassen wir das Auto mal zu Hause und gehen wie am Abend zuvor mit den öffentlichen Verkehrsmittel (Bus und dem Sky Train) nach Vancouver, denn es hat gestern perfekt geklappt und das Billett kostet weniger, als die Parkplatzgebühren.
Eine der schönsten Ecken in Vancouver ist die sogenannte Gastown, welches im ältesten Bezirk Vancouvers liegt und Ende der 60er-Jahre eigentlich zum Abbruch vorgesehen war. Doch der heruntergekommene Stadtteil wurde restauriert und besitzt heute hinter nostalgisch getrimmten Fassaden jede Menge Shops für Krimskrams, Souvenirläden  und eine attraktive gastronomische Szene, die allerdings eher von Touristen, als von Einheimischen besucht wird.
Gastown besitzt gleich zwei „Wahrzeichen“.



Die Statue des berühmt-berüchtigten Stadtgründers Gassy Jack auf einem
Whiskyfass und die Steam Clock die viertelstündlich pfeift und stündlich Dampf ablässt. Sie wird von einem zentralen Dampfheizungssystem  angetrieben.
Um 1866 ruderte Jack Deighton und seine Frau mit einem Whiskyfass an Land und eröffnete eine Kneipe in der Nähe einer Sägemühle. Eine kleine Siedlung wuchs rund um die Kneipe heran. Weil Jack sehr gassy (geschwätzig) war,  bürgerte sich für die kleine Siedlung der Name Gastown ein.
Nun wollen wir aber die Stadt mal von oben betrachten und machen einen Besuch im Sky Tower, welcher, wie auch der Canada Place und ein modernes U-Bahn-System
zur Expo 1986 erbaut wurde.
Das Harbour Centre Building ist eines der höchsten Gebäude der Stadt.
Die Aussichtsplattform „The Lookout“ in 179 m Höhe ermöglicht einen 360° Rundblick.
Als wir voller Begeisterung auf der Plattform herumlaufen und die Aussicht bestaunen, hören wir auf einmal eine uns vertraute Sprache. Wir drehen uns um und erblicken zwei ältere Pärchen, welche tatsächlich schweizerdeutsch miteinander sprechen. Es sind die ersten Schweizer, die wir antreffen, seit wir in Vancouver angekommen sind. Wir überlegen, ob wir „Grüezi mitänand“ sagen wollen, doch wir haben den Eindruck, dass sie uns schon bemerkt und als Schweizer erkannt haben, aber sich nicht als Schweizer zu erkennen geben wollten, was wir akzeptieren und einfach nur noch die herrliche Aussicht geniessen.
Nun ist es wieder mal soweit, mein Magen ruft...zum Essen.
Wo bekomme ich hier etwas um meinen Magen zu besänftigen? Ein Stockwerk  weiter oben gibt es ein Restaurant, doch das scheint mir etwas teuer zu sein und Dani macht nicht den Anschein etwas essen zu wollen, er ist gesättigt vom Anblick der Stadt.
Also macht es kaum Sinn ein teures Mittagessen im oberen Stockwerk einzunehmen.
Bestimmt werden wir in dieser Millionen Stadt ein Restaurant finden, welches unser Budget nicht überschreitet und fahren deshalb mit dem Lift wieder hinunter.
Nach kurzer Zeit entdecken wir eine Fingerfood Bude. Erstaunlicherweise treffen wir in diesem Etablissement  einige Leute in „Schale“ und Krawatte an. Tatsächlich gibt es Leute, die in Vancouver am Samstag arbeiten.
Mit knurrendem Magen muss ich mich nun zwischen mexikanischem, chinesischem, fein riechenden Steaks, vegetarischem Essen usw. entscheiden. Das ist nicht gerade leicht. Am liebsten würde ich von allem etwas nehmen. Schlussendlich entscheide ich mich für ein chinesisches Gericht und setze mich zu Dani, der seinen Teller schon beinah leer hat.
Kurze Zeit danach verlassen wir gesättigt, wie die meisten Gäste, das Lokal. Es ist ja schliesslich eine Fast Food Bude.
Was wollen wir denn nun anstellen/besichtigen in dieser riesengrossen Stadt?
Auf einer Touristenkarte, welche wir im Info-Center erhalten haben ist ein Rundgang eingezeichnet, zu Fuss versteht sich, welcher einen Weg ausserhalb der üblichen Touristenattraktionen aufzeigt.                    
Ausgangspunkt: Sky Tower


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Wieder einmal mehr laufen wir die belebte Robson Street entlang, bis hin zur Denman Street. Von der Denman Street, welche nicht mehr so viele Shops und Cafés zu bieten hat, schlendern wir weiter, bis wir die Davie Street erreichen. Als wir die Strasse entlang laufen haben wir den Eindruck, wir seien in einer anderen Stadt. Die Häuser sind nicht mehr so hoch und auch etwas nostalgischer. Es gibt kleine Restaurants und viele kleine Shops, welche alles Mögliche verkaufen. Mein Blick fällt auf ein Gemüse- und Früchte-Geschäft, welches seine Ware “amächelig“ präsentiert. Auf einmal verspüre ich einen unbezwingbaren Appetit auf etwas Fruchtiges. So überrede ich Dani mit mir in diesen Laden hinein zu gehen. Wir sind überwältigt von dem reichhaltigen Angebot an knackigem Gemüse und frischen Früchten. Ich bereue es nun fast ein wenig, dass wir nicht mit einem Wohnwagen unterwegs sind und ich heute Abend selber kochen kann. Es war voraus zu sehen, dass wir nicht mit leeren Händen hinausgehen werden. Wir kauften also ein paar Nektarinen, Orangen und Äpfel und selbstverständlich musste ich auch gleich eine Nektarine probieren....mmhhhh fein!
Als wir die Strasse weiter entlang laufen entdecken wir einen 7eleven.
7eleven ist eine Supermarktkette und die Läden sind meist nicht sehr gross, aber man bekommt dort alles. Da wir immer noch keine Marken für die Postkarten haben und wir wissen, dass wir am ehesten im 7eleven welche bekommen, gehen wir hinein und fragen nach.
Wir haben Glück. Die nette jüngere Dame verkauft uns ihre letzten 10 Marken. Sie fragt uns woher wir kommen und wir antworten ihr selbstverständlich ganz ehrlich, aus der Schweiz. Sie erzählt uns, in ihrer Muttersprache, dass sie aus Deutschland komme, Sie ist zum Englisch lernen/vertiefen nach Vancouver gereist und ist erst seit Mittwoch hier in Vancouver ist. Bei ihrer Ankunft in Vancouver hatte sie nur ein Zimmer für die ersten zwei Nächte gehabt und ist sofort auf Job und Zimmersuche gegangen, was zu Zeit überhaupt kein Problem ist. Auch uns ist aufgefallen, dass beinah an jeder Ecke Personal gesucht wir, ob in Restaurants oder Geschäften. Ich glaube es hat ihr Freude bereitet mit jemandem aus der fernen „Heimat“ zu plaudern.
Auch uns hat es Spass gemacht mit jemandem zu plaudern, der uns versteht....hi...hi.
Nun sind wir schon einige Meilen gelaufen, haben Durst und brauchen eine kleine Pause.
Wir betreten ein Restaurant, welches von aussen gemütlich und freundlich wirkt. Drinnen läuft griechische Musik und der Wirt, welcher ein griechisches Aussehen hat begrüsst uns herzlich. Sogleich weisst er uns einen Platz auf der Veranda zu und die Kellnerin bringt uns sofort die Menükarte. Wir erklären ihr, dass wir nur etwas trinken wollen uns Schwups kippt beim Griechen die Stimmung. Er lässt uns die Karte aber trotzdem noch, mit der Erklärung, dass wir eventuell doch noch Appetit bekommen könnten. Nachdem wir unseren Durst gestillt haben wollen wir bezahlen, aber die Kellnerin lässt sich dafür sehr viel Zeit. Der Abschied des Griechen ist auch nicht mehr so herzlich wie die Begrüssung und wir ziehen von Dannen.
Wir laufen die Davie Street weiter entlang bis zur Burrard Street. Immer wieder begegnen wir „armen“ Leuten, welche die Abfallkübel nach etwas Verwertbarem durchstöbern oder ihr Hab und Gut in einem Einkaufswagen, welchen sie wahrscheinlich irgendwo mitgenommen haben, vor sich her schieben. Das Erstaunliche ist, sie betteln nicht etwa um Geld oder quatschen dich an. Wir beobachten einen Mann, welcher vor einem Gebäude steht und den Leuten, welche rein und raus gehen die Türe öffnet und dafür manchmal etwas Geld bekommt. Wenn ihm aber jemand für seine „Dienstleistung“ nicht bezahlt, macht er einen etwas verärgerten Eindruck.
Nun sind wir am Ende unseres Rundgangs angekommen und suchen die Sky Train Station, welche wir auch schnell finden.
Im Zug stellen wir fest, dass es in Vancouver sehr viel, sich sozial verhaltende Menschen gibt. Wir erleben öfters, dass junge Leute aufstehen, um ältere sitzen zu lassen, und auch ältere aufstehen, um Mütter mit kleinen Kindern sitzen zu lassen.
Wir beenden diesen letzten Tag in Vancouver mit einem gemütlichen Abendessen beim Italiener.

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