1. Tag Olten - Vancouver

 2. Tag Vancouver

 3. Tag Vancouver

 4. Tag Vancouver

 5. Tag Vancouver - Whistler

 6. Tag Whistler

 7. Tag Whistler - Lillooet

 8. Tag Lillooet - Kamloops

 9. Tag Kamloops - Clearwater

10. Tag Clearwater- Jasper

11. Tag Jasper

12. Tag Jasper

13. Tag Jasper -Lake Louis

14. Tag Lake Louis

15. Tag Lake Louis - Banff

16. Tag Banff

17. Tag Banff - Fort Macleod

18. Tag Ausflug Waterton NP

19. Tag Fort Macleod- Lethbridge

20 Tag Lethbridge - Brooks

21. Tag Brooks - Drumheller

22. Tag Drumheller

23. Tag Drumheller - Leduc

24. Tag Ausflug Edmonton

25. Tag Leduc - Red Deer

26. Tag Red Deer - Calgary

27. Tag Calgary

28.Tag Calgary

29. Tag Calgary - Olten

 

 

 

 

17. Juli 2007 Whistler - Lillooet

Trotzdem es heute Morgen regnet raffe ich mich auf, um „frische“ Brötchen zu holen.
Nach einem reichhaltigen Frühstück (Resten von gestern) packen wir unsere sieben Sachen zusammen, es sind zwar etwas mehr als nur sieben, und checken aus.
Wir fahren Richtung Norden und diesmal ohne Hilfe des CPS, denn Dani hat gestern noch die Strassenkarte studiert.
Nachdem wir erst etwa 10 Minuten auf der Landstrasse gefahren sind flüstert Dani:“ Schau ein Reh!“ Tatsächlich guckt ein Reh aus dem Wald am Rande der die Landstrasse. Vorsichtig fahren wir weiter in der Hoffnung noch mehr Rehe  oder vielleicht sogar einen Bären zu sehen. Aber nichts von alldem ist zu sehen, dafür unendlich schöne, tiefgrüne Wälder.
Die Distanz von Whistler nach Lillooet auf dem Hwy. 99 beträgt nur ca. 144 km, deshalb können wir uns erlauben ab und zu ein Päuschen einzulegen.
Dani bemerkt einen Wegweiser worauf Louer Lake steht, und wir machen einen Abstecher zu diesem See. Wir parkieren unser Auto und müssen noch etwa 10 Minuten zu Fuss durch den Wald gehen, bis wir den See erreichen.  Der See ist wunderschön anzuschauen, doch es gibt leider unendlich viele gierige Mücken, welche wahrscheinlich noch nicht gefrühstückt haben.
Weil es heute Morgen geregnet hat und deshalb noch etwas kühl ist, haben wir zu unserem Vorteil lange Hosen und unsere Regenjacke angezogen.  Somit können diese Mücken nicht an uns saugen.
Kurz bevor wir den Rückweg antreten wollen, kommen uns ein paar ältere Wanderer mit kurzen Hosen und T-Shirt entgegen. Für die Mücken ist dies natürlich ein Schlemmerbuffet.
Unversehrt laufen wir zum Auto zurück, wo unser Znüni auf uns wartet.

Während wir unseren Kaffee trinken und die Brötchen essen bekommen wir Besuch von einem Streifenhörnchen. Es ist köstlich diesem nervösen Wesen zuzuschauen. Es wartet darauf, dass wir ihm etwas von unserem Znünibrot abgeben. Aber wir haben gelesen, dass man die Tiere nicht füttern soll und selbstverständlich halten wir uns daran.
Kurze Zeit später fahren wir zurück auf den Hwy. 99.

Zeitweise sind wir ganz alleine auf dieser Strasse. Kaum ein Auto ist zu sehen, weder in unsere noch in die Gegenrichtung. Es ist herrlich, links und rechts der Strasse gibt es dichte Wälder und ab und zu sehen wir kleinere und grössere Wasserfälle und weiss schäumende Wildbäche. Es sieht genau so aus, wie man sich die kanadischen Wälder vorstellt.


Unsere nächste kurze Pause machen wir am Duffey Lake. Ein wunderschön gelegener See inmitten traumhafter Natur, eingebettet in steile Berge.

 

 

 


Wer am Duffey Lake steht, sieht vor sich im blau-türkis schimmernden klaren See, Gletscher und schneebedeckte Berge gespiegelt, umgeben von wild wachsenden Pflanzen und Blumen. Der Duffey Lake bietet die wahre Schönheit unberührter Natur.


Leider müssen wir schon wieder weiter, denn wir wollen ja nach Lillooet. Etwas später fahren wir dann eine ganze Weile am munter vor sich hin sprudelnden Cayoosh Creek entlang, wo wir eine letzte kurze  Pause vor unserem Tagesziel Lillooet einlegen.


Auffällig ist nun der dramatische Klimawechsel auf kurzer Distanz. Aus dem grün, mit Niederschlägen reich bedachten Bergen, geht es hinab in die karge Salbeibuschprärie im trockenen Tal des Fraser River.
Kurz darauf erreichen wir das Städtchen Lillooet. Hier überwiegen im Sommer die heissen Tage mit Spitzenwerten über 30°.  Unsere jetzige Bekleidung ist nicht optimal für diese Temperaturen und wir begeben uns auf dem schnellsten Weg zum Visitor Center, um nach einer Schlafgelegenheit zu fragen. Die nette Dame nennt uns einige Unterkünfte mit den Preisen und empfiehlt uns das 4Pines Motel, welches 70$ pro Zimmer und Nacht kostet. Sofort fragen wir im Motel nach und bekommen ein Zimmer, welches zwar nicht so gross ist, wie das in Whistler, aber hat es einen Balkon und auch ein Kühlschrank, Fernseher, Kaffeekocher... sind vorhanden. Nach unserem Zimmerbezug und dem Garderobenwechsel geniessen wir zuerst mal das traumhaft, warme Wetter und die prächtige Berglandschaft rundherum.
Da es in diesem Motel auch wieder kein Frühstück gibt besorgen wir uns im Supermarkt erst mal alles, was wir nötig haben und im Liquor Store noch ein paar Bierchen. Alkohol kann man in Canada nicht im Supermarkt kaufen, sondern nur in einem Liquor Store.
Nach unserem „Grosseinkauf besuchen wir das kleine Museum im Visitor Center, eine ehemalige Kirche, in welchem allerlei Sammelsuriums aus alten Tagen zu bestaunen sind.
Um uns heute noch etwas körperlich zu betätigen, machen wir einen Spaziergang hinunter zum Fraser River. Es ist der längste Fluss in der kanadischen Provinz British Columbia und einer der Hauptströme im Westen Kanadas. Er besitzt zahlreiche Nebenflüsse, wie zum Beispiel den Thompson-, Bridge- oder Anderson River.1858 stand der Fraser River im Mittelpunkt des Interesses 10 000er Einwanderer. Es wurde bekannt, das im Fraser Canyon Gold zu finden ist.
Wir haben leider keines gefunden.

Nach der Goldsuche sind wir etwas müde und sehr hungrig und suchen deshalb das passende Restaurant um unseren Bärenhunger zu stillen.
Zum Abschluss des Tages sitzen wir noch etwas auf den feudalen Balkon und geniessen den Sonnenuntergang mit Regenbogen, denn in der Zwischenzeit hat es ein paar Tropfen geregnet.


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