1. Tag Olten - Vancouver

 2. Tag Vancouver - Parksville

 3. Tag Parksville - Campbell River

 4. Tag Campbell River - Port Hardy

 5. Tag Port Hardy - Prince Rupert

 6. Tag Prince Rupert - Terrace

 7. Tag Terrace - Stewart - Hyder

 8. Tag Stewart - Dease Lake

 9. Tag Dease Lake - Watson Lake

10. Watson Lake

11. Tag Watson Lake - Whitehorse

12. Tag Whitehorse - Dawson City

13. Tag Dawson City

14. Tag Dawson City - Whitehorse

15. Tag Whitehorse

16. Tag Whitehorse

17. Tag Whitehorse - Watson Lake

18. Tag Watson Lake - Fort Nelson

19. Tag Fort Nelson - Fort St. John

20. Tag Fort St. John - Dawson Creek

21. Tag Dawson Creek - Chetwynd

22. Tag Chetwynd - Prince George

23. Tag Prince George - Quesnel

24. Tag Quesnel - Williams Lake

25. Tag Williams Lake-100 Mile House

26. Tag 100 Mile House - Lytton

27. Tag Lytton - Vancouver

28. Tag Vancouver

29. Tag Vancouver - Olten

 

Mittwoch 15. Juli 2009

 

Ausgeruht stehen wir heute um 07:00 Uhr auf. Da es in diesem Hotel ausnahmsweise keine Kaffeemaschine hat, wen wundert's, fahren wir, nachdem alles im Auto verstaut ist, zuerst mal bei Starbucks vorbei, um uns mit Kaffee einzudecken. Für solche Situationen haben wir vorsorglich unseren altbewährten Thermoskrug mitgenommen. Er wird nun mit 2 Café Latte Grande für unterwegs gefüllt und zwei Becher schlürfen wir gleich runter.

Anschliessend bekommt auch der Ford Escape seine Morgentoilette und sein Frühstück, danach kann's losgehen, wir haben heute viele Kilometer vor uns.
Wie gestern schon fahren wir auf dem Yellowhead Hwy. (Hwy. 16) weiter nach Osten bis Kitwanga (Gitwangak).
Der Yellowhead Hwy. ist mit einer Gesamtlänge von 2.652 km nach dem Trans Canadian Highway (TCH) die zweitwichtigste kanadische Ost-West-Straße. Die Bezeichnung Yellowhead Hwy. für die Straße Nr. 16 geht auf den Halbblutindianer Pierre Bostonais zurück, der wegen seiner Haarfarbe von den französischen Trappern "Tete Jaune" (Yellowhead bzw. Gelbkopf) genannt wurde.
In Kitwanga verlassen wir den Hwy. 16 und fahren auf dem Cassiar Highway - schlicht "the Cassiar" genannt - nach Norden weiter. Unser nächster Halt gilt dem indigenen Dorf Gitanyow (auch Kitwancool genannt), welches wir auf einer Nebenstrasse, dem Grease Trail erreichen.

In diesem Dorf befindet sich die weltweit höchste Konzentration von Totempfählen, die noch an der Stelle stehen, an der sie ursprünglich errichtet wurden. Wahrscheinlich der älteste, "Hole in the ice" , ist ungefähr 140 Jahre alt.

Manche halten ihn für den ältesten noch stehenden Totempfahl der Welt. Er erzählt, wie ein Mann sein Volk vor dem Hungertod bewahrte, indem er ein Loch ins Eis schlug und so eine Möglichkeit zum Fische fangen schuf.

Neben dem ausgebrannten Truckaufleger sind uns vor allem dicht bewaldete Hügel, purpurfarbene Lupinen, Flecken schneeweisser Margeriten, felsige Berge und ferne Gipfel, von der Fahrt auf dem Cassier Hwy. bis zum Meziadin Junction im Gedächtnis haften geblieben.

65 km westlich der Meziadin Junktion liegt Stewart, unser heutiges Tagesziel, deshalb legen wir vorher noch ein kleines Päuschen ein.

Die ersten 40 km geht es danach nur bergan, durch dichte subalpine Wälder, vorbei an Seen, Wasserfällen und einer Reihe von Gletschern, die wie dicke Eiskleckse auf fast senkrecht abfallenden Bergen sitzen.

Plötzlich völlig unerwartet ragt direkt hinter einer Strassenkehre der majestätische, tiefblaue Bear Gleacier empor.

Vom Bear Glacier führt die Strasse bis nach Stewart nur noch bergab. Stewart zählt 900 Einwohner und erfreut sich einer herrlichen Lage mit Blick auf schneebedeckte Gipfel, die schroff hinter dem Portland Canal, dem viertlängsten Fjord der Welt, aufragen. Aufgrund eines Goldfundes im Jahre 1910 wuchs die Einwohnerschaft von Stewart im Handumdrehen auf 10'000 Menschen an. Doch der Boom war nur von kurzer Dauer. Und was von der Lokalwirtschaft übriggeblieben ist, dreht sich um die Holzindustrie.
Nachdem wir schon um 13:30 Uhr in Stewart angekommen sind und auch umgehend eine Bleibe im King Edward Hotel für diese Nacht gefunden haben, entscheiden wir uns einen Ausflug nach Alaska zu machen.

Wir folgen dem Portland Canal und gelangen nach Hydar, dem 90 Seelen-Nest. Wir haben dabei die internationale Landesgrenze überschritten und sind nun in Alaska USA.

Die Bewohner schicken ihre Kinder auf Schulen in Canada und benutzen das kanadische Telefonnetz. In Hydar ist zwar Alaska Time, aber jedermann hat die Uhr auf Pacific Standard Time eingestellt und man kann problemlos mit CAD bezahlen.

Nur bei der Post herrscht Genauigkeit dort kann nur mit US$ bezahlt werden und die Uhr ist auf Alaska Time gestellt.
Nachdem wir das Städtchen ausgekundschaftet haben, fahren wir auf einer Schotterstrasse zum Fish Creek, wo wir Lachse, welche stromaufwärts zum Laichen schwimmen beobachten können.



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Nach einem schmackhaften Nachtessen, selbstverständlich Lachsfilet, ruhen wir uns bis morgen früh aus. Gute Nacht!

 

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