1. Tag Olten - Vancouver

 2. Tag Vancouver

 3. Tag Vancouver

 4. Tag Vancouver

 5. Tag Vancouver - Whistler

 6. Tag Whistler

 7. Tag Whistler - Lillooet

 8. Tag Lillooet - Kamloops

 9. Tag Kamloops - Clearwater

10. Tag Clearwater- Jasper

11. Tag Jasper

12. Tag Jasper

13. Tag Jasper -Lake Louis

14. Tag Lake Louis

15. Tag Lake Louis - Banff

16. Tag Banff

17. Tag Banff - Fort Macleod

18. Tag Ausflug Waterton NP

19. Tag Fort Macleod- Lethbridge

20. Tag Lethbridge - Brooks

21. Tag Brooks - Drumhelle

22. Tag Drumheller

23. Tag Drumheller - Leduc

24. Tag Ausflug Edmonton

25. Tag Leduc - Red Deer

26. Tag Red Deer - Calgary

27. Tag Calgary

28.Tag Calgary

29. Tag Calgary - Olten

 

 

 

 

19. Juli 2007 Kamloops - Clearwater

Heute Morgen regnete es nur leicht, doch nach Wetterbericht soll es im Verlaufe des Tages noch mehr regnen.
Nach einem guten Frühstück machen wir uns auf die Suche nach einer Post, um Marken zu kaufen, denn diejenigen, welche wir in Vancouver gekauft haben, sind spurlos verschwunden. Mit grösster Wahrscheinlichkeit habe ich sie beim Aufräumen weggeworfen. Doch schnell haben wir eine Post gefunden und können uns dann auf den Weg nach Clearwater machen. Clearwater - welch schöner Name. Was erwartet uns wohl dort?
Wir fahren vorbei an braun-grünen Wiesen, Sagabrush-Büschen, und an einem Wald, der vor noch nicht allzu langer Zeit einem Feuer zum Opfer fiel. Die Bäume sind über viele Meilen hinweg schwarz und ihnen fehlen Nadeln oder Blätter, ein trostloser Anblick.
Immer wieder erblicken wir am Strassenrand Hinweisschilder, auf denen frisches Obst und Gemüse ab Farm zum Verkauf angepriesen wird.
Da wir vor unserer Reise besprochen haben, dass wir weder selber kochen noch putzen werden, können wir getrost daran vorbeifahren.
Da endlich sehen wir den North Thompson River, der uns nun über eine grössere Strecke begleiten wird und auf dem 1862 die ersten Siedler, eine Gruppe der „Overlanders“ nach Kamloops gekommen waren.
Inzwischen regnet es auch etwas heftiger.
Aber was sehe ich da.. ..eine, nein gleich zwei Lokis , welche etwa 80 Güterzüge hinter sich herziehen. Ach und gleich noch ein Personenzug, das ist kaum zu glauben.
Wir fahren weiter dem Thompson River entlang. Es schüttet nun wie aus Kübeln, und die uns entgegenkommenden Brummis, welche ich sonst sehr gerne sehe, deckten unseren Ford mit Schmutzwasser aus den Pfützen ein. Immer wieder sehen wir Farmen mit Rinder, und Ställe die alle die gleichen Forme haben.
Nun kommen wir zu einem Dorf namens Little Fort. Es tönt viel versprechend, doch allzu viel ist hier auch nicht los. Ein paar Tankstellen, ein paar Food Corners, Motels, Food Shops und einige  heruntergekommene Stores, welche geschlossen hatten. Trotzdem halten wir an, denn unser Auto braucht Sprit und wir trinken einen Kaffee, weil wir einen neuen „Becher“ brauchten.
Obwohl es andauern regnete,  machen wir zwischen Little Fort und Clearwater einen kurzen Stopp, denn ich will es nicht versäumen den Thompson River noch bildlich fest zu halten.

Nun geht's aber ununterbrochen zum Städtchen Clearwater, denn wir haben heute noch einiges vor.
Wie immer machen wir zuerst einen Besuch im Info Center, um eine Unterkunft zu suchen, denn damit haben wir bis jetzt nur gute Erfahrungen gemacht. Trotz Regen hat es nicht viele Leute und wir sind in Null Komma nichts an der Reihe. Die gut gekleidete Dame aber verweist uns ganz freundlich an eine Kollegin, welche einen Gift Shop bedient. Auch diese Dame ist sehr zuvorkommend, und man hat das Gefühl willkommen zu sein.
An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass die „Einwohner“ mit welchen wir uns bis dahin unterhielten, oder von denen wir etwas brauchten sehr geduldig, zuvorkommend und freundlich waren (mit wenigen Ausnahmen).
Heute bin ich an der Reihe, nach einem Zimmer zu fragen. Ich werde gefragt, welchen Preis wir bezahlen wollen und antworte darauf, nicht über 100 $ (lower than 100$) Die Dame schlägt uns einen Bungalow oder ein  Motel vor. Nach kurzer Überlegung entschliessen wir uns für den Bungalow im Clearwater Valley Resort.
Dies war eine äusserst gute Entscheidung!

Nachdem wir das bezaubernde Bungalow bezogen haben, es ist etwa 13:00 Uhr, machen wir einen Ausflug in den Wells Grey Provincial Park. 
Dani hat im Reiseführer gelesen, dass dort viele der schönsten und beeindruckendsten Wasserfälle zu bestaunen sind.

Auch die sympathische Kellnerin  beim Frühstück heute Morgen schwärmte uns von diesem Park vor, als sie von uns vernahm, dass wir nach Clearwater weiterreisen wollen.
Der Park ist 5400 km2 gross und weitgehend unerschlossene Wildnis. 
Bei freundlichem Wetter fahren wir die Parkstrasse Richtung Norden und kommen als erstes an den Spahats Falls, der sich noch außerhalb des eigentlichen Parks befindet und sich im 120 m tiefen Spahats Creek befinden. Dort stürzt er sich 60 m in die Tiefe.
Fast 20 km und einer kurzen Wanderung später, stehen wir dann vor den Dawson Falls.

Meiner Meinung nach sind aber die dann folgenden Helmcken Falls, welche aus einem engen Durchlass über 137 m in die Tiefe donnern, die imposantesten in diesem Park.

Leider beginnt es nun wieder zu regnen, doch wir haben ja unsere Regenjacken dabei. Gleichzeitig mit uns kommt ein Bus voller Asiaten an, welche zum Teil nur mit einem  Regenschirm ausgerüstet sind. Naja. Wir beeilen uns, damit wir noch ein paar Fotos  von den Helmcken Falls machen können, bevor die „Meute“ kommt. Kurz darauf blitzt und donnert es und  es sieht nach einem heftigen Gewitter aus. Mehr als die Hälfte der asiatischen Touristen bleiben standhaft und schiessen weiter Fotos in allen möglichen Variationen, doch wir laufen so schnell wie möglich zurück zum Auto. Kaum sind wir dort angekommen giesst es wie aus Kübeln.
Auf der Rückfahrt wird das Gewitter so stark, dass wir kaum mehr sie Strasse  sehen können. Erst am Parkausgang hat der Regen etwas  abgenommen. Doch wir sehen es positiv, nun ist unser Auto wieder mal von Mücken und Strassenstaub gereinigt worden.

Nach einer kurzen Erholung im gemütlichen Bungalow gehen wir ins nahe gelegene
52 Ridge Restaurant zum Nachtessen. Danis Hunger ist riesengross. Nach einer erwärmenden Suppe verzehrt er tatsächlich noch ein 300gr. Steak. Ich begnüge mich mit einem kleinen Sandwich und einem Salat. Dazu genehmigen wir uns ein Gläschen Rotwein.

Vor dem Schlafengehen machen wir es uns vor unserem kleinen Häuschen gemütlich und geniessen die Stille und den Duft von Tannen und Lagerfeuer.

 

 

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