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Dienstag 07. Juli 2015

 

Tagesroute: Dawson City - Chicken

gefahrene KM: 175

Highlight: kürzeste Zollabfertigung in die USA seit langem

Unterkunft: Chicken Gold Camp

Wetter: Sonne, Regen meist warm bis 22°C

Dieser Bäri kann noch schlafen, während wir schon seit 07:30 Uhr aus den Federn sind. Wie fast jeden Morgen braue ich auch heute Kaffee für unterwegs. Diesmal ist es nicht so einfach, denn die Kaffeepads, welche ich noch habe, passen nicht zur Maschine. Also fülle ich den Krug mit heissem Wasser und werfe meine Pads rein. Nach einer gewissen Zeit nehme ich sie wieder raus und fertig ist der Ami-Kafi. Ist besser als nichts, oder?

Nach einem kalorienreichen Frühstück im Westmark Hotel, welches uns 17$ pro Person kostet, verstauen wir ein weiteres Mal all unseren Kram im Kofferraum und checken aus.

Einige träumen aber noch, obwohl sie schon zmörgeled hend :-)

Doch vor unserer Weiterreise möchte Dani noch den Dempster-Dreck von unserem GMC entfernen. Also geht's erstmal zu einer nahegelegenen Tankstelle, wo ein Hochdruckreiniger verfügbar ist. Wir werfen die benötigte Menge Quaters (25 Cents) ein, aber das verflixte Ding macht keinen Wank. Während Dani weiter versucht dieses Gerät in Gang zu bringen, hole ich im Shop Hilfe. Ich folge einem mega gestresster Typ zur "Waschanlage".
Ups, die Maschiene funktioniert inzwischen doch noch, und der unfreundliche Kerl brummelt verärgert, "funktioniert ja", dreht sich um uns verschwindet.
Währen Dani schuftet, plaudere ich mit einem WoMo-Reisenden aus Prince Georg, welcher auch den Demster Hwy. bezwungen hat.

Bald ist unser Wagen blitzblank und Danis saubere Hose dafür verdreckt. Nun noch den Tank füllen und weiter geht's.

Wir rollen langsam in das Zentrum von Dawson City und tätigen noch einen Einkauf im General Store. Am Ende der Strasse setzen wir mit einer Fähre kostenlos zum anderen Ufer des Yukon River über und lassen die Goldgräberstadt hinter uns. Es ist die einzige Fähre weit und breit, die über den Fluss führt. Es herrscht viel Betrieb und deshalb gibt es auch eine kurze Wartezeit.

das war einmal eine Blockhütte

auf dem Weg zum Grenzübergang nach Alaska

Übrigens erreichen wir hier im Bereich der Grenze den höchsten Punkt des Highways mit knapp 1400 m Höhe. Nach der Grenze müssen wir unsere Uhren wieder eine Stunde zurückstellen, denn es gilt Alaska-Zeit. Ausserdem gelten dann auch wieder Gallonen und Meilen und nicht mehr Kilometer und Liter.

Wir sind am höchsten Punkt des Top of the World Hwy. angekommen

jedenfall ich, Dani braucht noch einen Moment

Im Hintergrund sehen wir schon die Grenze zu Alaska

 

Am Grenzübergang kann man der Zollbeamtin förmlich ansehen, dass sie sich freut, wieder Menschen zu sehen. Ausser uns gibt es nämlich niemanden zu kontrollieren. Da wir bereits in Alaska eingereist sind, entfällt die übliche Einreiseprozedur. Die Frau in Uniform stempelt unsere Pässe ab und das war's.
Keine Frage nach Waffen, Obst oder Ähnlichem. Keinerlei Kontrolle des Wagens oder des Gepäck, nichts.

Unmittelbar hinter dem Grenzübergang glänzt ein nagelneuer asphaltierter Strassenbelag. Freude herrscht:-)

In der hügeligen Landschafte mit den Nadelwäldern des hohen Nordens ist es einsam. Kilometerweit ist kein anderes Fahrzeug anzutreffen. Hier gehört das Land nur noch den Bären und Wölfen, und natürlich uns. Im Winter fallen die Temperaturen in dieser Region auf bis zu 40° Grad Minus. Zum Glück ist Sommer.

Bald treffen wir in Chicken ein. Heute übernachten wir das zweite Mal in Chicken, diesmal aber in einer anderen Unterkunft, denn es gibt nur 2 Möglichkeiten in diesem Ort, nämlich den Goldpanner, wo wir am 29. Juni logierten und das Chicken Gold Camp.


Beim Einchecken erhalten wir 2 Plastiksäcke mit Wäsche, was uns etwas eigenartig erscheint.

Wir fahren die ca. 50 m bis zu unserer Cabin mit dem Auto und treffen zu unserer Überraschung auf ein Häuschen, wie zu Gotthelfs Zeiten, ohne Strom und Wasser.

dies ist die Ansicht von hinten

unser äusserst einfaches "Zimmer"

Aufs Kabäuschen geht's für Männer zum Rooster..

...und für mich zur Henne!

und so sieht's drinnen aus

Durch die Zeitumstellung beim Grenzübertritt und die damit gewonnene Stunde können wir aber noch einen Spaziergang machen.

1886 wurde erstmals in der Region Gold entdeckt und innerhalb der nächsten 10 Jahre ein größeres Goldvorkommen am Upper Chicken Creek ausgemacht. Nach seiner Entdeckung steckte Bob Mathieson ganz schnell seinen Claim, und damit seinen Anspruch auf das entsprechende Land, ab und errichtete eine Hütte. Sehr zügig entwickelte sich die Gegend danach zu einer Station für Goldmining-Aktivitäten im südlichen Abschnitt des Fortymile Mining District, wo bald mehr als 700 Goldgräber zwischen 1896 bis 1898 die Flüsse nach Gold durchsuchten.

Auf unserem Streifzug treffen wir auf einen Aargauer, welcher seit etlichen Jahren alljährlich für 2 Wochen hierher kommt, um mit seinem Kumpel nach Gold zu schürfen. Leben kann man davon nicht, meint er, aber ab und zu findet man auch ein grösseres Nugget.
Vor der Schufterei in seiner Mine, verbringt er immer 2 Wochen beim Lachsfischen in Alaska.
Die Beute lässt er dann in Alaska räuchern und sich in die Heimat liefern.
Es sei ein ideales Weihnachtsgeschenk für seine Kunden, erzählt er uns.

Der Goldbagger 'Pedro Dredge No.4", welcher zwischenzeitlich ins 'National Historic Site' Register aufgenommen wurde, ist für die Öffentlichkeit zugänglichen. Er stand früher im Gebiet von Fairbanks, bevor er im 1959 nach Chicken verlegt wurde.

Um die simple Behausung etwas zu vergessen, müssen wir uns noch was Gutes tun

Mit ein paar Schlückchen Cabernet aus dem Becher und spannender Lektüre sieht die Welt wieder besser aus. :-)

für Musikfans zum Staunen auf Wein klicken

Abendtoilette in der Wildnis
und nun wünschen wir eine gute Nacht!

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