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unsere Route

 

04.09.21 Olten - Dublin

05.09.21 Kilkenny

06.09.21 Cork

07.09.21 Baltimore

08.09.21 Bantry

09.09.21 Kenmare

10.09.21 Valentia Island

11.09.21 Killarney

12.09.21 Dingle

13.09.21 Tralee

14.09.21 Kilkee

15.09.21 Doolin

16.09.21 Galway

17.09.21 Galway

18.09.21 Athlone

19.09.21 Dublin

20.09.21 Dublin

21.09.21 nach Hause

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonntag 05.09.2021

 

Tagesroute: Dublin - Kilkenny

gefahrene KM: 230

Highlight: wieder mal reisen :-)

Unterkunft: Hibernian Hotel

Wetter: sonnig und zum Teil dunstig, aber 20°

Um 06:30 Uhr sind wir schon wach, da wir unser Auto erst um zwölf abholen können, bleiben wir unter der kuschligen Decke noch etwas liegen. Etwas später hüpfen wir unter die Dusche und danach ab zum Frühstück runter.
Coronabedingt ist das Zmorgä-Buffet leider etwas begrenzt. An einer langen Theke gibts Rührei, weisse Bohnen, gedämpfte Tomaten, Schinken, Würschtli, Champignons und dreieckige Rösti. Auf einem Tisch daneben stehen diverse Päckchen Kellogs/Müesli und eine Schale mit Früchten. Alles andere muss am Tisch bestellt werden.
Zurück im Zimmer packen wir die Koffer "reisefertig" um und reservieren online einen Tisch im Hibernian Hotel fürs Abendessen.

Inzwischen ist es bald elf Uhr. Beim Auschecken bestellen wir gleich ein Taxi, welches uns zur Autovermietung bringen soll. Der gesprächige Taxifahrer fragt uns, ob wir das erste Mal in Irland sind und in welche Richtung wir weiterziehen wollen. Nachdem wir ihm unseren Reiseplan in etwa verraten haben, bekommen wir vom sympathischen Driver pausenlos jede Menge Tipps, welche Orte wir unbedingt besuchen sollten, sodass er sogar die Einfahrt zum Thrifty Car Rental verpasst. Nachdem wir den Zielort erreicht haben und die Koffer ausgeladen sind, zeigt er uns die erwähnten Orte und Routen zusätzlich auf seiner Irland-Karte. So ein engagierter Fahrer hat ein rechtes Trinkgeld verdient.

Die Corona-Zeit hat auch was Gutes, denn wir müssen an der Autovermietung nicht anstehen. Jetzt nur noch die Formalitäten erledigen und dann können wir starten. Doch die etwas verwirrte Dame hinter der Theke muss zuerst einen coronakonformen Kugelschreiber suchen, was einige Zeit braucht.
Leider bekommen wir auch nicht das vorab gebuchte Auto, wieso auch immer. Nun, Hauptsache unser Gepäck hat darin Platz. Dani checkt noch schnell den Honda H-RV, bevor wir endlich in Richtung Süden losdüsen können.

Um unser heutiges Ziel zu erreichen wollen wir auf der Old Military Road über die reizvollen Wicklow Mountains fahren. Im Reiseführer steht nämlich, es sei eine der schönsten und beliebtesten Auto- und Fahrradstrecken, was wir dann schon nach
ca. 30 km erfahren mussten. Auf der teilweise schmalen Strasse, wo immerhin gut zwei Auto aneinander vorbeifahren können, geht es längere Zeit bergauf. Eigentlich wäre es eine traumhafte Strecke, die an einer wild-romantischen Landschaft vorbeiführt. Jedoch sind auch viele Velofahrer unterwegs und Dani muss immer wieder auf die Bremse.
Dann, vor uns eine Gümmelerin, welche etwas Mühe hat den Berg hinauf zu radeln, wie wir an ihrer kurvigen Fahrt bemerken. Dani fährt zwangsweise etwas langsamer und plötzlich macht sie einen Schlenker direkt vor unser Auto. Dani geht blitzartig auf die Bremse. Uch, war das knapp.

Irgendwie ist uns die Freude an dieser Strecke vergangen. So beschliessen wir für die Weiterreise einen Tipp unseres Taxidrivers zu verwenden und verlassen an der nächsten Abzweigung die alte Militärstrasse.

Wiederum heisst es aber aufpassen. Hinter jeder Kurve kann eins von diesen Tierchen lauern und denen wurde auch nicht beigebracht, dass die Autos Vorfahrt haben.

In Enniskerry, einem beliebten Naherholungsziel der Dubliner, mit kleinen Läden, altmodischen Pubs und Cafés machen wir unser Mittagspäuschen.

Im Mac's Garden Restaurant gibts für Dani Shrimps und für mich Chicken Wings.

Die Wicklow Mountains sind das grösste, zusammenhängende Gebirge der irischen Insel. Im Zentrum des Gebirges liegt das Tal Glendalough („Tal der zwei Seen“), bekannt für seine Klostersiedlung, unser nächstes Ziel.

Von der ehemaligen Klostersiedlung ist heute nur noch der gut erhaltene Rundturm und die Ruinen einer Kapelle aus dem 11. Jahrhundert (St. Kevin’s Kitchen) sowie eines Priesterhauses aus dem 12. Jahrhundert erhalten geblieben.

Der weithin sichtbare, 33m hohe Rundturm diente gleichermassen als Ausguck und Fluchtburg, wobei der Eigang nur über eine Leiter zu erreichen war.

Die St. Kevin's Church, besser bekannt als St. Kevin's Kitchen, ist eine Kirchenschiff- und Chorkirche aus dem 12. Jahrhundert. Sie wird St. Kevins Küche genannt, weil die Leute glaubten, der Glockenturm sei ein Kamin für eine Küche, aber in Wirklichkeit wurde dort nie etwas gekocht.

Beeindruckt sind wir auch vom Friedhof. Die alten, schiefen Grabsteine, teilweise total verwittert, stehen kreuz und quer auf der Wiese rum und einige Gräber sind recht originell hergerichtet.

Das Priesterhaus wurde nach einer 1779 von Gabriel Beranger angefertigten Skizze des ursprünglichen Gebäudes fast vollständig aus den Originalsteinen rekonstruiert.
Es ist nicht ganz klar, was sein ursprünglicher Zweck war. Möglicherweise liegen hier die Reliquien von St. Kevin begraben.

Die Kathedrale St. Peter und St. Paul ist die grösste der sieben Kirchen in Glendalough. Sie wurde in mehreren Phasen vom 10. bis zum frühen 13. Jahrhundert erbaut. 

Ein Spaziergang durch diese Ruinen fühlt sich wie eine Reise in die Vergangenheit an.

Der Miner’s Way – auf den Spuren des Bergbaus durch Wicklow, reichte unsere Zeit leider nicht.

Da haben wir recht gestaunt, denn hier gibts sogar ein Örtchen (ca. 500 Einwohner) namens Hollywood, auf Irisch Cillín Chaoimhín , was scheinbar "Kevins Wald" bedeutet.

Problemlos finden wir unser gebuchtes Hotel, parkieren den Honda, checken ein und genehmigen uns anschliessend ein kühles, wohlverdiente Kilkenny-Bierchen.

Inzwischen ist nun auch der Hunger wieder zurück und will gestillt werden. Die Menu Karte ist überschaubar und somit fällt uns die Entscheidung einfach. Beim Whisky wurde es dann etliches komplizierter.

Nach diesem energiereichen Nachtessen machen wir einen Verdauungsspaziergang durch das hübsche Städtchen. Kurz bevor wir wieder beim Hotel sind, erblicken wir auf der anderen Strassenseite einen torkelnden Typen, welcher kurz darauf mitten auf die Strasse reihert. Zwei Polizisten haben dies wohl auch beobachtet und wollen zu ihm hin. Doch zu spät, er hält ein Taxi an, steigt ein und weg ist er. Wir hoffen für den Taxifahrer, dass er dies nicht bereuen muss.
Für uns ist nun aber langsam Schlummerzeit.

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