Wetter

 

 

unsere Route

 

04.09.21 Olten - Dublin

05.09.21 Kilkenny

06.09.21 Cork

07.09.21 Baltimore

08.09.21 Bantry

09.09.21 Kenmare

10.09.21 Valentia Island

11.09.21 Killarney

12.09.21 Dingle

13.09.21 Tralee

14.09.21 Kilkee

15.09.21 Doolin

16.09.21 Galway

17.09.21 Galway

18.09.21 Athlone

19.09.21 Dublin

20.09.21 Dublin

21.09.21 nach Hause

 

 

 

 

 

 

Montag 06.09.2021

 

Tagesroute: Kilkenny - Cork

gefahrene KM: 210 / Dani: 5289 Schritte, bei mir sicher doppelt so viele

Highlight: Lachs zum Zmorgä

Unterkunft: Hotel Isaacs Cork City

Wetter: zuerst bewölkt, dann aber sonnig bei 23°

Kurz nach sechs werden wir von einem Reinigungsfahrzeug unsanft aus dem Schlaf gerissen. Zudem erwachten wir mehrmals in der Nacht durch den Lärm der stockbesoffenen, heimkehrenden Hotelgäste.
Um 07:45 Uhr quälen wir uns mit halb geöffneten Äuglein ins Bad.
Beim Frühstück reissen sich meine Augen aber schlagartig weit auf. Es gibt Lachs! :-)

Um etwas nach halb elf nehmen wir, mit viel feinem Lachs intus, die heutige Etappe in Angriff. Da wir von Irland auch was sehen möchten, fahren wir nicht so gern auf der Autobahn. Also Navi einschalten und einen Ort an einer Hauptstrasse eingeben.

Zuerst verlief alles bestens, doch dann werden wir über schmale Strassen, die nahezu schon als “Feldwege” bezeichnet werden könnten, gelotst. Folglich sehen wir auch mal das etwas andere Irland.


Auf unserem heutigen Reiseplan steht als erstes das sagenumworbenen und geschichtsträchtigen Rock of Cashel.

Auf dem 65 Meter hohen Kalksteinfelsen befinden sich einige mittelalterliche Bauwerke, die diesen Ort zu einem der spektakulärsten archäologischen Stätten macht:
Cormac’s Chapel, eine der schönsten Kirchen der Insel im romanischen Stil, eine gotische Kathedrale aus dem 13. Jahrhundert, das St. Patrick’s Cross und ein knapp 30m hoher Rundturm.

Von hier oben hat man einen herrlichen Blick über die gesamte Umgebung.

Das St. Patrick's Kreuz (12. Jhd.)

Als Nächstes steuern wir Cahir Castle an, eine der grössten und am besten erhaltenen
Burgen Irlands. Stolz steht sie auf einer felsigen Insel am Fluss Suir.
Die Burg wurde im 13. Jahrhundert erbaut und diente als Festung der mächtigen Familie Butler. Ihre Bauweise war so wirkungsvoll, dass sie für uneinnehmbar gehalten wurde, aber 1599 fiel sie schliesslich an den Earl of Essex, als zum ersten Mal schwere Artillerie eingesetzt wurde.

Zur Zeit ihrer Erbauung war Cahir Castle eine der modernsten Verteidigungsanlagen, und ein Grossteil der ursprünglichen Struktur ist noch erhalten.

Noch heute wirkt das Castle so originalgetreu, dass es immer wieder für Filmaufnahmen genutzt wird, wie z.B. "Excalibur" un die TV-Serie "Tudors"

Sind wir nicht fotogen? Wir sind startklar - und wo ist denn das Filmteam? ;-)

Wir laufen um die Burg herum und überlegen, ob wir rein gehen sollen. Jedoch kostet eine Besichtigung 8 Euro pro Person und um sich alles anzuschauen, braucht man bestimmt 1 - 2 Stunden. Also entscheiden wir uns fürs Weiterfahren zu unserem nächsten Ziel Cobh.

Eine Stunde später erreichen wir die farbenprächtige Hafenstadt Cobh inmitten des Cork Harbour auf der Great Island.
Zuerst müssen wir mal einen Parkplatz suchen, was nicht einfach ist, denn es wimmelt nur so von Touristen.
Vor der Stadtbesichtigung wollen wir noch eine Kleinigkeit essen. Doch bei diesem herrlichen Wetter finden wir, in den Restaurants, die uns zusagen würden, draussen keinen freien Platz. Schliesslich entschieden wir uns für die Fastfood Variante.


Der Hafen von Cobh hat eine bewegte Vergangenheit. Während der grossen Hungersnot (1845–51) war er der wichtigste Dreh- und Angelpunkt für all diejenigen, die Irland in grosser Not verliessen. Rund zwei Millionen Menschen bestiegen seinerzeit in Cobh eines der Schiffe, die sie nach Amerika oder Australien bringen sollten. Das erste transatlantische Dampfschiff ging hier auf Fahrt über den Atlantik (1838) und auch die Titanic legte am 11. April 1912 hier zum letzten Mal an, bevor sie auf tragische Weise im Meer versank, woran ein Museum erinnert.
Dies wollen wir uns anschauen, doch Corona sei Dank, kann es nur geführt besichtigt werden. Die nächste Tour würde in einer halben Stunde starten und dauert 60 Minuten.
Schade, aber so viel Zeit wollen wir dann doch nicht investieren.

Ergo schlendern wir eine Zeit lang durch die Stadt und an der an der Promenade entlang, und geniessen die wärmenden Sonnenstrahlen. Wir haben schliesslich Ferien. :-)

Überragt wird die Stadt von der St. Colman Cathedral mit ihren 47 Kirchenglocken.

Auch die zahlreichen bunten Häuser begeisterten uns.

Unsere Uhr zeigt schon 18:30 Uhr an, als wir unser Etappenziel erreichen. Schnell etwas frisch machen und schon sind wir bereit für einen Bummel durch Cork, der zweitgrössten Stadt Irlands.
Mit seinen Flüssen, dem vielen Wasser und vielen Brücken hat diese Stadt tatsächlich, wie in diversen Reiseführern beschrieben, ein etwas "venezianisches" Flair.

So schlendern wir mehr oder weniger ziellos durch die Strassen und Gassen und stehen plötzlich vor dem Eingang zum English Market, den wir morgen besuchen wollen.

Mit einem Stadtplan in der Hand gehen wir auf die Suche nach dem Market Lane Restaurant, wo für uns ein Tisch reserviert ist. Problemlos finden wir das schon etwas weihnachtlich anmutende Lokal.

Nach einem perfekt gegrillten Steak mit feinen Beilagen, machen wir uns durch "klein Venedig" auf den Heimweg und fallen glücklich und zufrieden ins Bett.

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