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unsere Route

 

04.09.21 Olten - Dublin

05.09.21 Kilkenny

06.09.21 Cork

07.09.21 Baltimore

08.09.21 Bantry

09.09.21 Kenmare

10.09.21 Valentia Island

11.09.21 Killarney

12.09.21 Dingle

13.09.21 Tralee

14.09.21 Kilkee

15.09.21 Doolin

16.09.21 Galway

17.09.21 Galway

18.09.21 Athlone

19.09.21 Dublin

20.09.21 Dublin

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Dienstag 07.09.2021

 

Tagesroute: Cork - Baltimore

gefahrene KM: 160

Highlight: ein sonniger Tag

Unterkunft: Casey's of Baltimore

Wetter: strahlend blauer Himmel, bis 25° warm

Da wir direkt über dem Hotelrestaurant residierten und die "Feterei" bis über Mitternacht hinaus dauerte, mussten wir diese Nacht bei geschlossenem Fenster schlafen.
Um 07:00 Uhr wird's Zeit für uns aufzustehen, denn das Frühstück wartet.
Aus der Menükarte wähle ich Lachs mit Rührei aus, Dani bestellt Omelette mit Pilz und Schinken. Dazu gibts wie immer Toast, Butter, Konfi, Kaffee....
Ich staune nicht schlecht. als die etwas unfreundliche Bedienung, den Teller vor mich hinstellt. Erwartet habe ich Rührei und daneben geräucherten Lachs, stattdessen erhalte ich ein warmes Ei-Lachs- Gemisch.

Bevor wir Cork verlassen wollen wir uns noch den „Old English Market“ anschauen und anschliessend noch ein paar Infos für die Weiterreise im Visitor Center besorgen.

Die Markthalle ist nur etwa 900 Meter von unserem Hotel entfernt.
Seit 1788 werden hier allerlei frische, lokale Produkte, wie z.B. Obst, Gemüse. Fleisch, Fisch, Spezialitäten aus dem Meer, Käse, Brot und vielem mehr angepriesen.

Schon beim Betreten des Old English Market durch den Haupteingang kommt einem der Geruch von mancherlei, frischen Lebensmitteln entgegen und dies trotz Maske. :-)

Von der Galerie aus im 1. Stock kann man bei einem köstlichen Essen dem bunten Treiben zusehen. Da wir aber noch satt vom Lachs-Ei sind, lassen wir das weg.

Fotografieren ist nur erlaubt, wenn der Standbetreiber sein okay gibt. Ich habe allerdings den Eindruck, dass sich jeder, den ich um Erlaubnis bitte, über unser Interesse an seinem Stand freut.

2011 besuchte Queen Elizabeth höchstpersönlich diesen Markt und genoss einen unbeschwerten Moment mit Fischhändler Pat O'Connell, wie auf dem Foto zu sehen ist.

dieser Seeteufel schaut uns etwas grimmig an

igitt, wer kauft denn sowas?

Ach, wie schnell die Zeit beim Bummeln entlang der zahlreichen Stände vergeht. Wir kaufen noch ein paar Mitbringsel ein und dann wirds Zeit fürs Touristen Office, denn um 12:00 Uhr müssen wir unser Hotelzimmer räumen.

Von einer jungen Mitarbeiterin werden wir im Visitor Center freundlich empfangen. Irgendwie bekommen wir den Eindruck, dass sie sich über etwas Arbeit freut, denn mit allerhand Informationen, sowie haufenweise Kartenmaterial und Broschüren verlassen wir später als gewollt das Office.

Nun noch schnell die Koffer holen, auschecken und schon sind wir auf dem Weg nach Kinsale.
Das Küstenstädtchen ist bekannt für seine bunte Häuserfassaden und hat den Ruf Gourmet Hauptstadt Irlands zu sein. Zuerst aber müssen wir mal einen Parkplatz finden, was nicht einfach ist, denn es herrscht ein enormes Verkehrschaos. Irgendwann finden wir dann doch noch einen Parkplatz etwas abseits des Zentrums.

Bei strahlendem Sonnenschein laufen wir entlang, des in der Mündung des River Bandon, gelegenen Hafens zum Stadtzentrum.

zahlreiche kunterbunte Häuser säumen die schmalen Gässchen

allerhand liebevoll dekorierte Schaufenster kann man bestaunen

Im Stadtzentrum wimmelt es nur so von Touristen und ist sehr mühsam ein Foto zu machen. Immer wieder läuft so ein Löli mir ins Bild. Irgendwann gebe ich auf und wir suchen uns ein Plätzchen, um was zu essen.

Bald schon wird uns klar, dass es in diesem Ort aussichtslos ist, draussen ein leeres Plätzchen zu finden und verabschieden uns vom quirligen Kinsale.

Auf dem Weg zu unserem nächsten Stopp halten wir Ausschau nach einem Restaurant und werden fündig. Kurz nachdem uns die nette Bedienung platziert hat, bringt sie uns das bestellte Getränk und die Menükarte. Das geht ja rassig denken wir, doch dann warten wir und warten.... Nach bald 30 Minuten legen wir das Geld fürs Getränk hin und verlassen mit einer Wut anstelle Futter im Bauch diese Bude.

Auf der R600 fahren wir westwärts bis zum Warren Beach, einem kleinen, geschützten Strand, der von Sanddünen umgeben ist. Hier ist die Welt wieder in Ordnung, doch nach dem Strand-Spaziergang haben wir nun wirklich Kohldampf.

Infolge Corona waren wir unsicher, ob, und wie viele Restaurants geöffnet sind. Vorsorglich haben wir deshalb ein paar Konserven Malbuner Fleischchäse, eine Schachteli Gerber Chäsli sowie einige Päckli Kräckers mitgenommen. Ein Teil dieser Delikatessen muss nun dran glauben. ;-)

Bis zu unserer Unterkunft in Baltimore, nicht das in der USA ;-), diesen Ort gibt es auch in Irland, ist es ab hier nicht mehr weit. Auf der Weiterfahrt sehen wir auf einmal riesige Rauchwolken am Horizont. Irgendwo brennt's. Ups, wenn das nur nicht in Baltimore ist oder gar unser Hotel Feuer gefangen hat. Einige Kilometer weiter, fahren wir dann auch schon mitten durch den Qualm und erkennen links der Strasse "erleichtert", einen Waldbrand.

Schliesslich erreichen wir unversehrt das familiär geführte Hotel Casey's.
Vom Hausherrn werden wir herzlich begrüsst und können unser Quartier subito beziehen. Zuvor wollen wir uns noch vergewissern, ob das mit der Reservation fürs Dinner auch geklappt hat. Er sucht und sucht...., findet aber keine Reservation.
Ich nehme mein Handy hervor, zeige ihm das Mail und er sagt:"Oh Valéri replied, then it's okay."

hübsch eingerichtetes Zimmer, original Irisch? :-)

Blick aus unserem Hotelzimmer

Die Zeit bis zum Dinner nutzen wir, um uns im Städtchen, von welchem wir bis zu unserer Reiseplanung nie was gehört haben, umzuschauen. Da unser Hotel an erhöhter Lage, etwas ausserhalb des Zentrums liegt und wir keine Lust haben den Hang runter und später natürlich wieder rauf zu latschen, darf der Honda HR-V mit.
Im 500 Seelen-Ort, welcher auch bekannt ist für Wal- und Delfinbeobachtungs-Touren, schlendern wir zuerst mal am Hafen und der Bucht entlang und wollen uns danach, in einem der vielen Beizen, ein Aperöli gönnen.

Ein hübsches Örtchen dieses Baltimore, wenn nur die vielen Touris nicht wären. Das mit dem Apero können wir knicken, denn alle Restaurants sind rammelvoll.
Dann eben nicht. :-( Also zurück zum Wagen und ab ins Hotel.
Am Parkplatz angekommen staunen wir nicht schlecht. Da parkiert doch tatsächlich ein Auto mit Kennzeichen ZH neben uns und ein Pärchen unseres Alters steigt aus.
In einem kurzen Gespräch erfahren wir, dass er Schweizer und sie Irin ist, und sie derzeit für ein paar Tage in Baltimore weilen, wo sie aufgewachsen ist und ein Häuschen besitzt.
Beim Abschied meint sie, wir hätten für unseren Zwischenhalt eines der schönsten Örtchen ausgesucht. Wen wundert's.

Ein ausgezeichnetes Dinner lässt uns alles vergessen, was heute nicht geklappt hat.

 

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