Unser Heim für die nächsten
drei Wochen

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HIER gibts von unserem Vermieter Fraserway ein Video über dieses WoMo

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06.06.2018 Vancouver

07.06.2018 Hope

08.06.2018 Hedley

09.06.2018 Midway

10.06.2018 Christina Lake

11.06.2018 Castlegar

12.06.2018 Castlegar

13.06.2018 Creston

14.06.2018 Kaslo

15.06.2018 Slocan

16.06.2018 Nakusp

17.06.2018 Revelstoke

18.06.2018 Revelstoke

19.06.2018 Herald PP

20.06.2018 Wood Lake

21.06.2018 Okanagan Lake

22.06.2018 Penticton

23.06.2018 Osoyoos

24.06.2018 Manning PP

25.06.2018 Manning PP

26.06.2018 Harrison Hot Springs

27.06.2018 Daheim

 

 

 

Donnerstag 14.06.2018

 

Tagesroute: Creston - Kaslo

gefahrene KM: 185 (60 km verfahren)

Highlight: Glashaus, gratis Fährfahrt und Pizza

Campground: Kaslo Municipal Campground

Wetter: zuerst Regen mit Unterbrüchen, dann sonnig

Schon um 07:00 Uhr sind wir heute wach, dabei steht uns nur eine kurze Etappe bevor und ausser einem Glashaus gibt es keine Sehenswürdigkeiten zu erwarten.
So dusche ich erst mal in Ruhe, inkl. Haare waschen, was immer etwas mehr Zeit braucht.

Nach einem guten Zmorgä und dem anschliessenden Abwasch noch "schnell" dumpen, dann fahren wir los.

Entlang des Kootenay Lake wollen wir bis zur Kootenay Bay fahren, wo uns eine Fähre ans andere Ufer des Sees bringen soll. Doch nach etwa 30 km bemerken wir, dass wir in die falsche Richtung fahren und wir müsse die ganze Strecke wieder zurück. Ha,ha, ha...

Endlich, wir haben ihn gefunden, den Hwy. 3A! :-) Auf der Fahrt bis Kootenay haben wir immer wieder einen schönen Ausblick auf den See und die gegenüberliegenden Berge.

In Boswell machen wir Halt, denn hier steht ein Haus aus lauter Glasflaschen, welches wir uns unbedingt ansehen wollen.

Und so sieht es drinnen aus.

Im Jahre 1952 begann David Brown nach seiner Pensionierung aus einer Laune heraus mit dem Bau des Hauses. Er war 35 Jahre als Bestatter tätig. Eines Tages kam ihm der Gedanke, die von Bestattungsinstituten weggeworfenen Glasflaschen, in denen Einbalsamierungsflüssigkeit aufbewahrt wurde, nützlich zu verwenden. Mr. Brown reiste durch Westkanada zu ehemaligen Berufskollegen bis er ca. 500.000 der quadratisch geformten Flaschen gesammelt hatte. Sie wogen insgesamt 250 Tonnen.

Das Haus erbaute Mr. Brown auf hartem Felsen. Die drei Haupträume bedecken zusammen eine Grundfläche von 16,4 x 7,3 m, in Kleeblattform angeordnet. Es entstand eine Wohnfläche von ca. 106 m². Die Glasflaschen wurden beim Bau der Hauswände mit dem Hals nach innen angeordnet. Durch Deckel verschlossen, bildet die Luft im Inneren eine gute Isolierung. Durch Zement verbunden und an den Innenseiten der Wände mit Drahtgeflechten verstärkt, bilden darauf angebrachte Wandtäfelungen aus Zedernholz, die Rauminnenwände.

Bereits während der Bauphase weckte das Haus das Interesse vorbeikommender Menschen. Wegen immer mehr Neugier und der damit verbundenen Störung des Privatlebens, entschied sich die Familie das Haus auch für Besichtigungen zu öffnen. Mr. Brown stellte dazu auch Personal ein, um die vielen Fragen der Besucher zu beantworten.

Davie Brown, der den bis dahin als Müll geltenden Glasflaschen eine neue Bestimmung gab, starb am 13. Juli 1970. Sein Sohn und die Schwiegertochter setzen sein Werk heute fort. Sie pflegen und vergrössern die Anlage zur Erhaltung seines einmaligen künstlerischen Werkes.

Mit der kostenlosen Fähre geht es kurze Zeit später über den See von Kootenay Bay nach Balfour, was ungefähr 40 Minuten dauern wird.

Bei bestem Wetter geniessen wir die Fahrt über den Kootenay Lake. Schöner kann eine Fährfahrt nicht sein.
Übrigens ist dieser See mit 100 km Länge und einer Breite zwischen 3 und 5 km einer der grössten natürlichen Seen in British Columbia.

In Balfour angekommen nehmen wir den Hwy.31 nordwärts und gelangen, auch wieder alles entlang des Kootenay Lakes, nach Kaslo.

Unser heutige Lageplatz liegt mitten in Kaslo. Mit gut tausend Einwohnern ist Kaslo der grösste Ort weit und breit und wird gerne auch "Switzerland of the Americas" bezeichnet. Wahrscheinlich, weil es einen See und rundum Berge hat.

Bei einem kurzen Spaziergang erkunden wir das Örtchen mit seinen hübschen, viktorianischen Häuser an den baumgesäumten Strassen.

Und schon bald wird es Zeit fürs Nachtessen. Heute wird nicht gekocht, wir gehen ausnahmsweise mal auswärts essen und haben Lust auf eine feine Pizza und ein Bierchen. Dani freut sich sichtlich und ich natürlich auch. :-)

 

 

 

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