Karte

Wetter

 

06.09.17 Olten-Halifax-Truro

07.09.17 Alma

08.09.17 Alma

09.09.17 Alma

10.09.17 Saint John

11.09.17 Saint John

12.09.17 Saint John

13.09.17 Fredericton

14.09.17 Grand Falls

15.09.17 Campbellton

16.09.17 Caraquet

17.09.17 Caraquet

18.09.17 Bouctouche

19.09.17 Bouctouche

20.09.17 Bouctouche

21.09.17 Shediac

22.09.17 Charlottetown PEI

23.09.17 Charlottetown PEI

24.09.17 Cardigan PEI

25.09.17 Belle River

26.09.17 Halifax

27.09.17 Halifax - Olten

 

Sonntag 24.09.2017

 

Tagesroute: Charlottetown - Cardican PEI

Detailkarte: Prince Edward Island

gefahrene KM: 228

Highlight: Seafood Chowder in East Point

Unterkunft: Rodd Brudenell River Resort

Wetter: ein paar Tröpfchen Regen und ein paar Sonnenstralen, aber bis 19° warm

Um 07:30 Uhr sind wir schon fit und schauen aus dem Fenster. Jedoch macht das schöne Wetter heute Pause. Nichtsdestotrotz freuen wir uns auf die bevorstehende Etappe.
Bevor wir unseren Plunder in die Koffer verstauen, geht's zum Frühstück. Nebst kleinen runden Omeletten und dreieckigen Rösti - Stückchen, beides wahrscheinlich Convenience Food, gibt's gebratenen Schinken mit Ananas-Stückli. Nun ja-.

Was uns aber nervt ist der pausenlos betriebene Wafflemaker, der alle paar Minuten piepst, wenn die Waffel gedreht werden muss oder fertig ist. Er wird vor allem von Kindern und den Pummeligen benützt, welche dann auch noch haufenweise Ahornsirup darüber giessen.

Unser erstes Ziel heute ist der östliche Teil des Nationalparks bei Greenwich. Wir haben gelesen, dass dieser Abschnitt zu den landschaftlichen Höhepunkten der Insel gehört.


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Hier gäbe es den etwa 5 km langen Dunes Trail. Er führt zuerst durch den Wald und dann über den Floating Boardwald (der schwimmende Steg). Der Steg schwimmt auf Kunststofftonnen und ist mit dicken Eisenketten am Grund des Gewässers verankert.
An den Wanderdünen (man nennt sie parabolic dunes) ist zu erkennen, wie Pflanzen und Sträucher wieder Besitz ergreifen, wenn der Sand weitergewandert ist.
Dies wäre sicher sehenswert gewesen, doch die Zeit reicht einfach nicht, um alles anzuschauen. Zudem ist das Wetter solala.

Und so beschliessen wir den kürzeren Trail bis zum Greenwich Beach zu laufen, was auch sehr eindrücklich und faszinierend ist.


Die Reise geht weiter zum nordöstlichsten Zipfel der Insel. Hier warnt dieser Leuchtturm die Fischer vor einem gefährlichen Felsenriff. Das East Point Lighthouse gehört zu den ältesten der Insel und ist der einzige noch "bemannte" Leuchtturm. Bei den Seefahrern ist die Nordküste berüchtigt. Hunderte von Schiffbrüchen haben dich hier schon ereignet und noch immer erzählt man sich vom unheilvollen Oktober des Jahres 1851, als der "Yankee Gale", ein Sturm von bis dahin nicht bekannter Windstärke, über 50 Schiffe zerschellen liess.

Es ist kurz vor zwei und wir verspüren ein kleines Hüngerchen. Im heimeligen Café bestellen wir uns eine köstliche, selfmade Seefood Chouder und hinterher noch einen Kaffee, den üblichen amerikanischen halt.

Im Sonnenlicht erscheint die rote Farbe der zerklüfteten Steilhänge viel intensiver. Also nütze ich die Chance für ein Foto, als die Sonne für kurze Zeit zwischen den Wolken durchguckt. Als ich zum Leuchtturm zurück komme plaudert Dani mit einem Mann, der im seinem Auto sitzt. Dani erklärt mir später, der Kanadier habe ihn einfach so aus seinem Auto heraus angesprochen und voller Begeisterung von einem 640 kg schweren Thunfisch erzählt, welcher scheinbar heute im North Lake gefangen wurde und zeigte Dani sogar ein Foto vom Prachtexemplar.
Der North Lake ist übrigens bekannt für den Fang von Riesen-Thunfischen und man trifft dort auf Sportfischer aus aller Welt.

Auf dem Hwy. 16 fahren wir weiter an der buchtenreichen Ostküste entlang bis Basin Head.
Dort steigen wir über eine Düne und gelangen so zum Basin Head Beach.

Wir sind überwältigt von dieser Kulisse. Man nennt diesen Strand auch "singing sand beach"
Nicht etwa, weil die Leute bei dem Anblick vor Freude jubeln, sondern weil der Sand beim drüber laufen ein eigenartiges Quietschen verursachen soll, da die Sandkörner anscheinend eine besondere Struktur aufweisen. Wir probierens natürlich aus, und tatsächlich hören wir das "Singen" des Sandes.

Mein musikalischer Dani stellt fest, dass es mit Schuhen besser tönt. la-la-la

Autofähren von Traversier CTMA verkehren von Souris (Prince Edward Island) nach Cap-aux-Meules (Îles-de-la-Madeleine)

Der letzte Punkt auf unserer heutigen Etappe ist der Red Point Provincial Park. Hier laufen wir nochmals ein gutes Stück am menschenleeren Strand entlang. Herrlich die frische Luft und diese Ruhe.

Die Etappe beenden wir Cardigan im Golfer Hotel "Rodd Brudenell River". Da der östliche Teil von PEI touristisch weniger erschlossen ist, gibt es auch nicht viele Hotels. Wir brauchten recht lange, bis wir im Internet was Anständiges gefunden habe. Wir sind im West-Wing der riesigen Anlage untergebracht und müssen deshalb unser Gepäck weit schleppen :-(
Jedes Zimmer verfügt aber über einen Balkon mit knappem "Blick aufs Meer".

Da wir keine alternative haben, essen wir im einzig noch geöffneten Hotel - Restaurant.
Es hat nicht viele Gäste und auch das Angebot ist nicht überwältigend.
Dani bestellt ein Steak mit Zwiebeln und bekommt ein Steak mit einer riesigen Portion
Onion Rings. En Guetä!
Bald sind wir die einzigen Gäste und trotzdem es erst 21:00 Uhr ist und wir noch am Essen sind, wird der Boden gewischt. Man spürt eben, dass die Saison bald zu Ende geht.

Bei einem Kafi und Guetsli verbringen wir den Rest des Abends im gemütlichen Zimmer und schauen uns die Abstimmungsresultate im PC an.

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